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Eat your vegetables!

Also, nach Ewigkeiten mal wieder ein richtiger Wochen-Ablaufplan. Leider nicht wirklich geschehenstreu… oder so… egal!
Montag
Nach meinem wunderschönen langen Wochenende (an das ich mich echt gewöhnen könnte und auch werde, hehe) hatte ich wieder Textiles. Ich muss wirklich sagen, es fällt mir immer schwerer mich an den Abschiedsgedanken zu gewöhnen, da wir hier gerade immer mehr und mehr zusammen wachsen und mir die ganzen Menschen, die ich hier kennen gelernt habe einfach enorm viel bedeuten!
Ach ja, da ich am Montag einen Termin mit Nigel ausmachen wollte, war ich sehr früh wach. Ich saß vor der Bibliothek und habe auf das Ende der Morning Gathering gewartet als auch schon „Bob“ als Erster aus dem Raum kam. Oh, wie ich ihn vermisst habe. Da ich sowieso in Richtung Pottery gehen musste, habe ich ihn zum Garten-Workshop begleitet, damit er sich nicht verläuft. Das war so toll! Ach echt, ich liebe ihn einfach!
Wie dem auch sei, was ich eigentlich hier noch loswerden möchte ist: „Bob“ ist doch nicht in dem neuen Haus. Also kann ich auch nicht sein Co-Worker werden. Also braucht ihr euch keine Sorgen mehr machen, dass ich doch ein paar Monate länger bleibe. Ein bisschen erleichtert bin ich schon, obwohl ich es extrem schade für „Bob“ finde. Andererseits ist das am Anfang für ihn auch wirklich schlimm von zu Hause weg zu sein. Deswegen wollte ich eigentlich bleiben. Warum ein neues Haus mit neuen Residents, neuen Staffs und neuen Co-Workern besetzen?! Ich hätte auf jeden Fall Erfahrung gehabt. Vor allem mit „Bob“. Und für die Residents wäre es ja auch viel schöner am Anfang jemand Bekanntes um sich zu haben.
Dienstag
Uiiii… Pottery. Wir machen jetzt Bienenstöcke. Aus ganz großen Tonschnüren. Das ist so witzig. Aber es war schon anstrengend die Tonschnüre zu rollen. Da muss man die Finger bei spreizen und ich habe sie zu sehr gespreizt und zu viele Schnüre gemacht, so dass meine Finger danach etwas überstrapaziert waren. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Woodwork bestand dann erst mal darin, dass ich mich eine Stunde lang mit meiner Organisation unterhalten habe, eine Tea-Break bekommen habe (eigentlich bekommt man keine Kekse, wenn man nicht arbeitet… tja, immer diese Extra-Vegie-Würste!) und dann doch noch ein Weilchen mit „Bob“ gearbeitet habe. Ich habe in seinem Tagebuch gelesen, dass seine Eltern nach dem Buch gefragt haben. Ich habe ihnen gesagt, dass sie eine Kopie bekommen, sobald sie da ist. Das wird wohl diese Woche sein. Zumindest hoffe ich das wirklich sehr! Ich habe es satt die ganze Zeit darauf zu warten. Ich bin soooooo gespannt. Ich kann es kaum erwarten!
Ach ja… noch eine kleine Geschichte. Ich weiß, es ist total kindisch, aber so etwas muss einfach auch mal sein. „Bob“ bekommt immer die Kokosbälle für die Tea-Break, da sie kein Gluten enthalten. Und einer der Residents war so freundlich ihm den Korb anzubieten. Das Ding war, was er dazu gesagt hat: „Come on, get your balls out!“.
Hihihi… das war so cool. Ich habe mir das Lachen verkniffen… vor allem vor Greg. Ich habe ihn dann nur angesehen und er meinte: „Das habe ich jetzt nicht gehört!“ und ist lachend zum Rauchen verschwunden. Dann musste ich auch lachen. Das ist so süß… die Residents können ja nichts dafür, dass sie so unschuldig sind, hihihi. War das super!
Ach ja, ich habe von Lynsey angeboten bekommen, dass sie mich zum Flughafen fährt und dass ich bei ihr wohnen kann, wenn ich mal zu Besuch nach Schottland komme. Und dann hat sie unterstrichen, dass sie das noch nie einem Co-Worker angeboten hat. Lynsey ist so toll! Ich fühle mich wirklich ein bisschen schuldig, dass es jetzt bald zu Ende ist. Vor allem, weil sie mir immer wieder sagen: „Geh nicht! Bleib doch noch! Wir lassen dich nicht gehen!“. Ach ich freue mich so, dass sie mich alle so unterstützen! Ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt habe, aber: ICH LIEBE MEINE CAMPHILL-MENSCHEN!!!
Mittwoch
Cliff ist krank. Deswegen hätte ich in Craft alleine sein sollen, da Anna auch im Urlaub ist. Aber da Chantal auch nur einen Resident hat, haben wir unsere Workshops zusammen geworfen und waren eben in Craft. Dort haben wir eigentlich mehr oder weniger nur gegammelt. Niemand wollte wirklich arbeiten und wir haben es genossen mal etwas Zeit für uns zu haben.
Auch der Nachmittag war nicht anders. Obwohl wir dieses Mal noch den Pottery-Workshop bei uns hatten. Textiles hatte keine Residents, Craft hatte nur einen und Pottery war hier mit insgesamt 3 Residents.
Also eigentlich gibt es auch nicht mehr zu erzählen. Wir haben einigen Spaß gehabt. Am Abend waren Nelly, Luise und ich in Textiles. Nelly hat eine meiner, schon EWIGKEITEN, kaputten Hose geflickt und ich habe etwas herumgewerkelt…
Donnerstag
Ooooooooooooooooooooooooooooooooooook… also, wo soll ich anfangen? Heute war wieder ein Spender-Event. Eigentlich genau das gleiche wie letzte Woche. Nur dieses Mal war Anna nicht da, sondern Ahn. Annas Resident hat uns auch wieder geholfen und eben Cliff. Am Anfang hatten wir etwas Gesellschaft von Russell, der unten im Zelt helfen sollte. Da wir aber alle zu früh waren, saßen wir noch eine Weile in Craft und haben dort ein bisschen gequatscht.
Neuerdings reitet Cliff auf meinem „Lieblingswort“ SMINCE herum. „Bob“ hat mir von Smints erzählt, einer Art Mints erzählt und ich wusste nicht, was das ist und habe das Wort gegoogelt. Tja, das Ding ist, dass ich nicht „Smints“ geschrieben habe, sondern „Smince“. Und das bedeutet eben etwas GANZ ANDERES. Was es bedeutet werde ich nicht sagen. Das dürft ihr selber googeln. Das ist doch etwas zu… na ja…
Auf jeden Fall ersetzen Cliff und ich jetzt jedes dritte Wort mit „smince“. Da kommen dann auch schon so Sätze wie:
- Smince you later!
- What’s up smince?
- That’s fu**ing smince!
Tja, Russell kennt die Geschichte jetzt auch. Ebenso wie Chantal, Lynsey, Zsolt… etc.!
Wir haben dann Ewigkeiten Witze darüber gerissen, bis Russell gehen musste und wir auf uns selber gestellt waren. Dann war es auch schon soweit. Die ganzen Spender kamen. Dieses Mal war es nicht ganz so geordnet wie das letzte Mal. Irgendwann hatten wir 2 oder 3 Gruppen gleichzeitig im Workshop.
Und dann wurden mir auch so Fragen gestellt, wie: „Was möchtest du denn später mal studieren?“. Ich habe dann darauf geantwortet: „Etwas in Richtung Pädagogik (pedagogy)!“ und dann kam doch tatsächlich die Frage: „Was ist das?“
Das war so hart. Ich hab nur hilflos nach Cliff Ausschau gehalten und er hat mich nur angesehen. Er kam mir später dann immer wieder zur Hilfe, da seine Frau eine Pädagogin ist und hat mir erklärt, dass man das in Schottland noch nicht kennt. Seine Frau, Clare, und er gehören zu den wenigen, die es kennen und Clare ist gerade dabei das einzuführen.
Irgendwann standen dann alle um mich herum, haben mich angestarrt und mir irgendwelche Fragen gestellt. Schon etwas eingeschüchtert von der ersten Frage kam dann plötzlich die Frage: „Do you think you became more mature in this year?“ Da ist mir aber die Kinnlade  runtergefallen. Ich hatte KEINE Ahnung, was „mature“ bedeutet. Ich habe Cliff angesehen und er hat nur seine Augen aufgerissen. Also habe ich überlegt: Ok… sag einfach „Ja“, „Ja“ ist immer gut! Da kannst du nichts falsch machen.
Also habe ich „Ja“ gesagt und Cliff stand dran und schüttelt den Kopf mit weit aufgerissenen Augen und ich meinte nur so: „Nein?“ und dann mussten alle lachen. Dann meinte Cliff: „In manchen Wegen!“ und ich habe nur genickt und wiederholt: „Ja, in manchen Wegen.“
Als die Gruppe dann draußen war, meinte ich nur: „Was bedeutet „mature“?“  und Cliff hat geantwortet: „Reif!“. Na vielen Dank auch!
Tja, wie dem auch sei. Danach hatten wir wieder lecker Burger und Russell der Blödmann hat mir Weißwein gebracht obwohl ich den nicht mag. Nachdem Lorenz gezwungen war ihn zu trinken wollte ich mir Wasser holen und Russell hat eine Flasche hervorgeholt die wie die Elderflower-Saft-Flasche von Zsolt aussah. Also habe ich gedacht: „Jo… is auch ok.“ Haha, denkste! Das war Weißwein und Gott sei Dank hat Cliff den für mich getrunken. Da hatte ich genug Zeit Russell zu erklären, dass ich ihn nicht leiden kann.
Ach ja, super Nachrichten. Mehr oder weniger. Etwas super, aber noch nicht ganz so, wie sie es sein könnten: DAS BUCH IST DA!
Cliff hat es schon seit Mittwoch daheim, aber er hatte es heute eben vergessen und wird es jetzt morgen mitbringen. Ich bin so gespannt. Er meinte er wird es mir in einem ruhigen Moment geben, damit ich den Moment eher genießen kann. Und er betont immer: „Wenn du das in ein paar Jahren heraus ziehst, dann wirst du dich daran erinnern und wirst emotional werden! Ich kenne dich!!!“. Tja, dass ich emotional werde weiß selbst jemand, der mich zwei Mal gesehen hat. Trotzdem ist es total lieb von Cliff. ICH FREUE MICH SO!!!!
Und jetzt noch ein kleiner Teil für meine liebste Schwester: Ich hab dich furchtbar lieb und ich hoffe du hattest einen superduper Geburtstag! Wir feiern dann zusammen nach, wenn ich zurückkomme. Ich werde vermutlich kein Irn Bru mitbringen können, aber da wird uns schon noch etwas einfallen! Ich habe es dir schon gesagt, aber ich werde es gerne noch einmal vor allen wiederholen: Ich bin so stolz auf dich! Du bist die aller aller coolste Lappin- und Schleeees-Schwester, die man sich vorstellen kann! ICH LIEBE DICH!
Freitag
Ich war so um 25 Minuten vor 9 Uhr Zähne putzen und habe mich noch einmal mit Zsolt unterhalten, da er ja mein Nachbar ist und immer schon um 7 Uhr anfängt. Irgendwann wollte ich zurückgehen (zum Haus). Und dann habe ich Cliff am Haus vorbei laufen sehen. Er hat mich auch gesehen und winkt mir nur mit einem Paket zu. Also bin ich ihm hinterher gesprintet und er hat das Paket im Craft-Workshop ausgepackt. Und zum Vorschein kamen 4 NAGELNEUE wunderschöne blau eingebundene Bücher mit der Aufschrift: „Bob“- A few of my stories“!
Jap, richtig gelesen! „Bobs“ Buch ist da!!!!!!! Ich freue mich so WAHNSINNIG! Es ist wunderschön! Also richtig richtig wunderschön! Ich kann meine Augen nicht davon nehmen! Leider ist „Bob“ im Urlaub, aber ich kann es ihm auch noch in der übernächsten Woche geben. Oh man, das ist unglaublich! I’M FLATTERED!
Ich habe das Buch dann mit zu Textiles genommen. Cliff hat eines zu Gerry gebracht und kurz darauf hat Gerry bei Chantal angerufen und auch schon gefragt, ob sie das Buch gesehen hat. Deswegen hat er aber eigentlich nicht angerufen. Er wollte, dass wir Russell und John helfen das Zelt draußen abzubauen. Also haben wir das getan. Russell und ich haben uns dann auch die ganze Zeit nett unterhalten und er meinte irgendwann zu John, dass diese „Lassie“ bald Millionärin ist. Er ist der Meinung wir sollten das Buch verkaufen. Das wäre schon ein Hammerding. Aber jetzt müssen wir erst einmal sehen, was seine Eltern dazu sagen.
Ja, das war im Grunde auch schon mein Freitag. Ein wunderwunderschöner Tag!!! Ich bin so stolz auf das Buch! Und ich kann gar nicht ausdrücken wie sehr ich „Bob“ in diesem Moment liebe! Und wie dankbar ich ihm bin!
Samstag
Wir haben echt gemütlich angefangen. Frühstück, dann etwas gammeln und dann kochen. Wir haben dann auch zum ersten Mal draußen gegessen. Das war super. Wir waren glücklicherweise auch nur 8 Personen. Das hat dann perfekt an einen Tisch gepasst. Wir hatten Schaschlik Spieße  und Tsatsiki mit Bratkartoffeln. Alles selber gemacht. Das war super!
Und danach waren wir spazieren. Eine schöne lange Runde. Dann gab es kurz darauf Abendessen und dann hätten wir gehen dürfen. Das Ding war aber, dass irgendjemand die schon abgeschlossenen Türen offen stehen lassen hat und unser Autist die Chance genutzt hat und rausgerannt ist. Irgendwann kam dann der Anruf, dass er in Juniper ist.
Da ich ihm sein Brot weggeschmissen habe (er hat sich immer wieder auf die Couch gelegt und ich hatte ihn gewarnt, dass ich es wegwerfen werde, wenn er sich nicht wieder hinsetzt und es isst) hatte ich das Gefühl, dass er sauer ist und dann nicht runterkommen wird. Aber er war es nicht. Es hat etwas gedauert, aber nicht lange.
Ich habe ihm etwas zu trinken angeboten und zwei Cracker. Darauf ist er aber nicht angesprungen. Und dann habe ich ihm gesagt, dass ich ihn auch kitzeln kann. Er ist dann immer wieder aufgestanden und ich dache es funktioniert. Hat es aber nicht. Dann habe ich mich neben ihn auf die Couchlehne gesetzt und das hat ihm nicht gefallen. Er hat mich hochgezogen und  sich selber dann aber wieder hingesetzt. Also habe ich mich auch hingesetzt. Und ihm gesagt: „Ich stehe auf, wenn wir jetzt runtergehen!“ und dann hat er nur „Ja“ gesagt und ich bin aufgestanden. Dann stand er da und ich habe ihm gesagt: „Los jetzt!“ und dann sind wir zusammen runter.
WUHUUUUU!!! Erfolg! Dann durften wir auch gleich schon gehen. Das war schön. Wir haben dann noch zusammen einen Film gesehen, etwas geredet und dann sind wir auch schon ins Bett.
Sonntag
Es tut mir Leid, dass ich diesen Blog erst so spät hoch lade, aber ich war heute seit Ewigkeiten mal wieder beschäftigt.
Ich war zusammen mit Julius in Stirling. Wir haben einen Smoothie getrunken und DVDs gekauft. Danach haben wir in Juniper gemeinsam gekocht. Also eigentlich hat er gekocht und ich habe dabei zugesehen. Und danach haben wir „Shaun of the Dead“ gesehen und „Shoot ´em up“.
Dann haben wir noch 2 Stunden geredet und ich habe bemerkt: Ups, es ist schon 12 Uhr bei euch. Also bei mir ist es erst 11 Uhr. Rein theoretisch gesehen bin ich noch nicht zu spät.
Wie dem auch sei. Ich hoffe ihr hattet ein schönes Wochenende… liebe Grüße und bis nächste Woche!

Ach ja, wegen dem Titel: Bei "Shoot ´em up" gab es diese eine Szene, in der Clive Owen einen Typ mit einer Karotte umbringt um ihm dann zu erklären: "Ihr müsst mehr Gemüse essen!".... das fand ich cool!

8.7.13 00:19


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Posh people... posh people everywhere!

Was für eine Woche. Ziemlich emotional. Dieses Mal wird es wieder eine kleine Zusammenfassung. Ich habe leider die Hälfte schon wieder vergessen, aber ich versuche mich daran zu erinnern. Also:
Chantal hat mir zwei Filme gegeben, die ich auch vor kurzem gesehen habe. „Horton hört ein Hu“ und „Der Frühstücksclub“. Horton war ziemlich süß und der Frühstücksclub war ziemlich cool. Hat mir sehr gut gefallen.
Ansonsten habe ich wieder gute Musik zum „Austauschen“. Ich habe euch ja bestimmt erzählt, dass Cliff in Craft ziemlich oft „Everlast“ hört. Das ist ein irischer Künstler namens Erik Schrody. Es ist eigentlich Rap-Musik, aber mehr eine Art von Rap, die MIR gefällt. Seine Stimme ist auch ziemlich genial.
Dann habe ich noch „The White Buffalo“. Den hat Julius mir mal gegeben und ich habe ihn aus Versehen gelöscht und Nelly hat ihn mir vor kurzem wieder gegeben. Und die Musik ist wunderschön! Es hat was sehr beruhigendes und auch seine Stimme ist einfach nur superschön! Sehr schön zum Nachdenken.
Tja, ansonsten hatten wir einige große Events. Die beiden Häuser sind endlich fertig. Fertig eingeräumt und am Donnerstag war eine Veranstaltung für die Spender. Da wurden sie durch die Workshops geführt und später durch die Häuser. Auf die Art: „Seht euch an, was wir hatten und was wir jetzt haben. Wir wollen mehr Geld um die anderen Dinge auch zu verbessern!“
Am Freitag waren dann wir dran. Wir durften die Häuser besichtigen, Brian, der Hausleiter von Juniper, hat das neue Juniper Haus, das jetzt den Namen „Sycemore House“ trägt mit einer kleinen Rede eingeweiht. Das neue Tourmaline wurde leider nicht eingeweiht. Aber das hätte ich auch nicht bei dem neuen Namen „Garden House“.  Die Bewohner wollten es eigentlich „Blue Bell“ nennen, aber das Management meinte, dass das zu sehr nach einem Kindergarten klingt. So was Bescheuertes!!!
Danach hatten wir einen Ceiligh und am Samstag war dann eine Führung für die Eltern.
Ich erzähle jetzt ein bisschen, was die letzten Tage dann so passiert ist. Am Donnerstag durfte ich nämlich Cliff in seinem Workshop helfen. Anna und ich waren seine Assistenten. Anna hat noch ihren Resident mitgebracht und dann haben wir seinen Workshop den ganzen 7 Spendergruppen vorgestellt. Cliff hat eine Präsentation aufgebaut mit den Bildern, die in den Häusern hängen und die wir gemacht haben. Dann hatte er einen Computer mit unserer Webcam, die so tolle Bilder macht. Der andere Computer wurde für sein neuestes Spielzeug freigehalten. Es nennt sich „Beamz“ und wirft 4 Strahlen, die man durchbrechen kann und dann kommt Musik. Und dazu lässt man andere Musik laufen. Also man kann zum Beispiel „Moonlight Remix“ abspielen lassen und dann kommt so die grundlegende Musik und man hat für jeden Strahl ein anderes Instrument. Wenn man diesen Strahl durchbricht, spielt das Instrument. So kann man seine eigenen kleinen Lieder komponieren. Auf eine gewisse Art und Weise.
Des Weiteren hatten wir unsere Kerzen-mach-maschinen angemacht und den coolen Vulkan (MEINE IDEE) zur Präsentation auf den Tisch gestellt. Anna hat Kerzen gemacht, ihr Resident hat mit dem „Beamz“-Spielzeug gespielt und ich habe am Vulkan gearbeitet.
Da denkt man doch bestimmt, dass sich alle für „Beamz“ interessieren. Ne, falsch gedacht. Alle waren an dem Vulkan interessiert. Cliff und ich haben zwar immer wieder aneinander vorbeigeredet aber letztendlich konnten wir uns doch einigen. Er meinte zuerst es wäre der Vesuv zur Zeit Pompeijs. Und ich meinte es wäre irgendein Vulkan. Beide haben wir dann erzählt, dass der Vulkan mit Backpulver und Essig explodieren wird und wir das ganze filmen werden. Wir hatten noch einen kleineren Vulkan für die Fernaufnahme mit dem Helikopter. Und dann haben wir Videomaterial, das ein Flugzeug beim Absturz zeigt.
Alle waren begeistert und niemandem außer  mir ist die Tatsache aufgefallen, dass Cliffs Geschichte einen kleinen Haken hat, da es zur Zeit des Pompeij-Vesuvs überhaupt keine Flugzeuge gab. Als ich Cliff das gesagt habe, nachdem die erste Gruppe ging, hat er sich weggeschmissen und es trotzdem immer wieder erwähnt mit dem Zusatz: „Der Kunst sind keine Grenzen gesetzt!“ Also so ähnlich. Das ist meine Interpretation. Als er das gesagt hat, hat er mich dabei auch immer wieder frech angegrinst. Tja, aber so war es echt cool.
Die ganzen vornehmen Leute mit ihren vornehmen Akzenten, ihren vornehmen Klamotten und ihrem verführerischen Weißwein-Atem.
Als die Gruppen weg waren meinte Cliff nur: „Jetzt erst einmal fett einen Burger!“. Also sind wir alle zum Barbecue in unseren Garten gegangen.  Dann standen wir alle in dem Zelt und ich hatte keine Ahnung was und wie ich essen sollte. Gott sei Dank stand David, einer unserer „Gärtner“ hinter mir und ist zum Glück auch vegetarisch. Also bin ich ihm am Rockzipfel gehangen und er hat mir was zu Essen besorgt. Wir hatten beide einen vegetarischen Burger und eine vegetarische Wurst, die echt mal mega gut waren! Alle die mich kenne, wissen, dass ich nicht wirklich auf diesen vegetarischen Fleischersatz stehe mit ein paar Ausnahmen. Und diese Wurst und dieser Burger gehören EINDEUTIG zu den Ausnahmen.
Wir hatten wirklich viel Spaß. Vor allem mit dem Essen. Um viertel nach 9 bin ich dann aber gegangen.
Am Freitag haben wir, wie schon erwähnt, die Häuser besichtigt. Mann oh Mann. Das ist der Hammer! Die Farben von Juniper sind blau und grün. Es gibt kein cooleres Haus! Die Zimmer sind zwar kleiner als die Residents es gewohnt sind, aber der Rest ist trotzdem der HAMMER. Ich kann es nicht beschreiben. Alles so neu und toll. Mit viel Licht und hellen Farben. Obwohl ich sagen muss, die dunklen Töne im alten Juniper haben etwas freundlicher gewirkt.
Nachdem das besichtigen um war, sind wir alle wieder in die Bibliothek hoch um unseren Ceiligh zu feiern. Leider war mein „Bob“ nicht da, da er im Urlaub ist. Es war trotzdem ganz schön. Mit leckerem Kuchen.
Tja, das ganze emotionale an der Geschichte möchte ich hier jetzt einfach mal erwähnen. Nicht im Detail natürlich, aber einfach, damit ihr alle wisst, was los ist. Ich versuche immer die negativen Seiten so gut es geht herauszuhalten. Und ich möchte auch wirklich nicht darauf rumreiten. Ich möchte nur sagen, dass wir dieses Wochenende enttäuscht wurden. Vor allem von unserer Hausleiterin.
Um zum positiven zu kommen: Auf der anderen Seite haben wir bemerkt, wie sehr uns unsere Workshop Leiter unterstützen. Ich möchte mich an dieser Stelle wirklich GANZ ARG bedanken für die Unterstützung die wir erhalten haben.
Das Wochenende werde ich so schnell nicht vergessen. Ich befürchte, dass es die weiteren Wochen beeinflussen wird, aber ich habe meinen Urlaub abgesegnet und verbringe nur noch relativ wenig Zeit im Haus, also an den Wochenenden. Es wird aber auch meinen Abschied von hier sehr beeinflussen. Wie, da bin ich mir noch nicht ganz sicher. Zumindest weiß ich noch nicht, ob ich genug Mut aufbringe… deswegen bitte ich euch, dass ihr mir ganz fest die Daumen drückt!
Tja… nichtsdestotrotz freue ich mich auf die nächste Woche. „Bob“ kommt zurück und vielleicht kommt sein Buch ENDLICH an. Cliff meinte es dauert 10 Tage bis es ankommt und das könnte nächste Woche soweit sein. Das wäre so suuuuuuuper!
Wir sehen uns nächste Woche. Ich habe euch ganz schrecklich lieb und wünschte ich könnte euch jetzt einfach alle in meine Arme nehmen. Das ist leider erstens nicht möglich, da ihr nicht da seid und ich leider keine Arme habe, die lang genug sind. Fühlt euch einfach von einem langarmigen Leo-Monster umarmt!!!

PS: Ich wünsche meiner allerliebsten Nani einen wunder wunder wunderbaren Geburtstag!!! Ich vermisse dich ganz arg und freue mich wahnsinnig darauf dich wieder zu sehen! Du bist die ALLER ALLER BESTE PAMPELMOUSE!!! ICKE LIEBE DIR!

30.6.13 13:08


7 1/2 weeks left...

Tja, das war ja dann mal wohl nichts. Mein Montagmorgen. Nelly und sind nach Doune, haben eine heiße Schokolade getrunken, Pancakes geteilt und noch einen Orangensaft getrunken, bis wir dann doch beschlossen haben irgendwo anders die Zeit zu vertreiben. Also waren wir ein bisschen in Doune spazieren und sind letztendlich auf einem Spielplatz gelandet. Irgendwann um 2 Uhr sind wir dann zum Blumenladen, der in dem Artikel erwähnt wurde, um zu fragen, wann die denn filmen. Ich muss gestehen ich war zu feige. Also hat Nelly gefragt und die Frau hat uns erklärt, dass erst am Donnerstag gedreht wird.
Na toll. Und am Donnerstag habe ich natürlich nicht frei. Ich dachte dann, wenn ich jetzt noch zu Textiles gehe, kann ich den Gefallen vielleicht am Donnerstag, mehr oder weniger, einfordern. Aber als wir zurück waren, habe ich Craft, Textiles und Pottery um 10 Minuten verpasst. Die waren fort und ich saß mit Ahn und zwei unserer Residents, die nicht mitwollten, im Craft-Raum, habe meine Bären fertig genäht und an Chantals Bild weitergestickt.
Ich muss ehrlich gestehen, ich traue mich nicht sie noch einmal zu fragen, da sie schon mehr als genug für mich getan hat. Und auch meine Anspielungen haben irgendwie nicht gewirkt. Das ist ja eine super Aussicht. David Tennant, an meinem Geburtstag, zum GREIFEN nahe und doch zu weit weg… Mistn…
Ich merke schon, dass ich etwas depressiv werde wenn ich an meinen Geburtstag denke. Irgendwie sind die Aussichten nicht wirklich schön.
Wenigstens haben Julius und Lorenz mich abgelenkt. Sie haben am Dienstagabend in Amber angerufen und mich gefragt ob ich mit ihnen Boot fahren möchte. Ich dürfte auch jemanden mitnehmen. Also sind Nelly und ich mit ihnen hingelaufen um das Boot aus dem Dickicht in die Mitte des „Poo-Lakes“ zu schieben. Der heißt so, da die Tierauswürfe des Safari Parks darin landen. Also sind wir eine Stunde darauf rumgefahren. Jeder hat etwas „Shitty-Water“ abbekommen und auch etwas Bier. Am Ende wollten die Jungs dann irgendwie was hin Manövern und brauchten dazu Nelly und mein Paddel. Und plötzlich saßen Nelly und ich ganz hinten und die Jungs ganz vorne.  Ich habe zu Nelly noch gesagt: „Pass auf, die springen jetzt raus und schubsen uns zurück!“. Tja, das haben sie dann auch gemacht, aber da ich darauf gewartet habe, stand ich schon in den Startlöchern und bin ganz schnell rausgesprungen. Ich bin zwar mit den Schuhen im Wasser gelandet, aber das war nicht so schlimm. Schlimmer war es für Nelly. Die saß im Boot und kam nicht raus.
Ich wollte ihr dann die Paddel zuwerfen, aber als ich die gefunden habe und mich umgedreht habe war das Boot schon leer. Nelly ist einfach ins Wasser gesprungen und stand bis über die Hüfte im Wasser.
Die Jungs mussten dann Streichhölzer ziehen denn einer musste das Boot ja zurückholen. Es gehört ja nicht uns. Und wer hat natürlich den kurzen gezogen?! LORENZ! Babäm. SO ein Opfer. Das hat er aber auch verdient. Er musste dann zurücklaufen und wir haben ihn alles ausgelacht. Sie haben Nelly ausgelacht, als sie ins Wasser gesprungen ist und meinten: „Du bist so BLÖD!“ und dabei war Nelly richtig schlau, denn irgendeiner muss das Boot ja wieder zurückholen.
Ach ja, übrigens habe ich heute Morgen meinen ersten richtigen epileptischen Anfall miterlebt. Auch nicht ganz, aber dieses Mal habe ich mitgehört und auch mehr mitgesehen als letztes Mal. Nicht schön… ich bin froh, dass das Warten vorbei ist. Ich hab mir das nur ausgemalt und jetzt endlich Klarheit zu haben ist erleichternd. Obwohl ich natürlich hoffe, dass das nicht noch einmal passiert. Um den Willen unseres Autisten.
Tja und dann kam der wunderbare Mittwoch. „Bobs“ Buch ist endlich fertig! Wir haben die Kleinigkeiten erledigt und dann sind wir (Cliff und ich) zusammen zu Gerry und haben uns die Kreditkarte abgeholt um ein paar Bücher zu bestellen. Ich bin so aufgeregt. Das bedeutet, dass es nächste Woche da sein sollte. Wie mega toll ist das denn?!!
ICH FREUE MICH SOOOOOOO!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Und dann kam auch noch dazu, dass ich abends mit unserem Autisten arbeiten musste und er seit Ewigkeiten mal wieder auf mich gehört hat und mit mir runterkam. Und das Duschen war auch überhaupt kein Problem. Es hat alles einfach wunderbar geklappt. War ein echt schöner Tag. Vor allem die abschließenden Telefongespräche mit meiner geliebten Omi und meiner geliebten Schwester.
Danach habe ich mich mit Nelly noch unterhalten aber nur bis halb 12. Wir waren zu müde, hehe. Wir sind beide um 10 vor 12 Uhr in unseren Betten eingeschlafen. Sogar mein Laptop lag noch in meinem Bett.
Am nächsten Morgen bin ich sehr früh aufgewacht und war um halb 7 schon angezogen. Dann kam Nelly auch vorbei und hat mir das erste von den 5 Dingen gegeben, die mich heute glücklich machen werden. Es war eine Karte in der drin steht, dass ich nun der offizielle Besitzer des Gemäldes der Leonie Baum bin. Nelly hat mir hiermit die volle Entscheidung über das Schicksal des Bildes überlassen.
Dann sind wir arbeiten gegangen. Ich war gerade am Tisch decken, als dann auch die liebe Fine angerufen hat um mir zu gratulieren. Irgendwann kam auch Zsolt aus der Bäckerei vorbei und hat versucht mich zu nerven indem er immer wieder „Alles Gute zum Geburtstag“ oder „Happy Birthday“ oder „ungarischungarischungarisch“ zugerufen hat. Hat nicht funktioniert. Wie dem auch sei, in der Morning Gathering wurde das Wort verbreitet und Greg hat dann auch mit folgenden Worten angefangen: „Today is Thursday the 20th of June and it’s a very special day today.
It’s Leonie’s birthday!!! And we’re all going to sing for her!“.
Ja, das haben sie dann auch gemacht. WUNDERBAR! Dann ging es weiter. Mein erster Workshop. Mir wurde immer mal wieder gratuliert und ich habe einfach nur versucht schnell zu flüchten.
In der Rest-Hour sind Nelly und ich gemeinsam zu Craft, da Cliff mich am Vortag schon mit der Frage genervt hat: „Wann willst du dein Geschenk haben?“. Und das Geschenk ist so mega cool!!!
Ich habe doch erzählt, dass ich eine Mumford und Sons-Collage mache. Das Projekt haben wir dann aber doch weggelegt. Aber Cliff hat das Ganze jetzt fertig gemacht, in einen supercoolen Bilderrahmen gemacht und noch „Happy Birthday Leo!“ dazu geschrieben. Neben dem Leo war noch ein Baum. Er hat sich so viel Mühe gegeben. Den Bilderrahmen musste er erst noch fertig machen und es gab auch keinen „Henkel“ zum aufhängen. Das hat er alles selber gemacht. Und dazu gab es noch eine selbstgemachte Karte. Innen drin war das Auto von einer von „Bobs“ Geschichten. Das Auto, das vor allem Cliff so cool findet. Und das ganze war in zwei Blätter von „Bobs“ Zeichnungen eingepackt. SO WUNDERSCHÖN!!! Ich hätte niemals erwartet, dass Cliff mir etwas schenkt und dann auch noch mit einem solchen Aufwand! Superklasse!
Das war dann also Nummer 2. Beziehungsweise Nummer 3. Nummer 2 kam vor der Rest-Hour. Zum Essen gab es richtig leckeres Tsatsiki. Gyön Gyi hat so viel Knoblauch reingehauen, dass man echt fast umfiel. Und zum Nachtisch gab es Kuchen. SUPERGUT! Aber nicht einfach den langweiligen Muffin-Geburtstagskuchen den Zsolt für jeden macht, NEIN, es gab BROWNIE-GEBURTSTAGSKUCHEN! Ich hatte am Morgen schon einen Geburtstagskeks bekommen und dann noch dieser Hammerkuchen mit der Schlagsahne oben drauf. Das war echt hart!
Von Chantal habe ich dann auch noch einmal etwas bekommen. Nur ein paar Kleinigkeiten. Süßis eben, hehe. Und eine supercoole Geburtstagskarte.
Und der Abend hätte eigentlich auch nicht besser laufen können. Luise kam zurück und Nelly gab mir Gute-Laune-mach-Geschenk Nummer 4. Das war von Felia. Und zwar hat sie mir ein Armband mit einem Schnurrbartanhänger geschenkt und uns allen eine ganze Tüte voller leckerer Bonbons geschenkt. Das war echt supersüß!
Unser Autist hatte sich an dem Tag den Knöchel vertreten. Sein Fuß war richtig geschwollen und er ist durch das ganze Haus gehumpelt. Und gesprungen. Er saß auch immer wieder darauf und hat ihn angefasst und uns immer so komisch angesehen als ob er sagen würde: „Macht was, das tut weh!“. Er ist einer der Autisten die sich wirklich fast gar nicht anfassen lassen. Als er klein war und sich verletzt hat, konnte seine Mutter ihn nie trösten, da er überhaupt keinen Körperkontakt zugelassen hat. Mittlerweile kann man ihn kitzeln. Aber er ist ja auch schon 30 Jahre alt. Wie dem auch sei, er ist dann auch irgendwann abgehauen und doch tatsächlich die zwei Stockwerke hoch zu Juniper. Ich bin dann irgendwann losgestapft um ihn runter zu holen. Ich war schon gestern so erfolgreich gewesen und konnte ihn nach 10 Minuten überzeugen mit mir runter zu kommen. Und heute habe ich ihn auf der Couch liegend gefunden. Ich habe ihm dann erst mal erklärt, dass er doch doof sei mit dem Knöchel hoch zu laufen. Er muss ja auch wieder runter laufen. Und dann habe ich ihm angeboten ihn jetzt schon zu duschen und dann kann er ins Bett gehen und seinen Knöchel schonen. Er hat dann sein „Ja bitte“ –Zeichen gemacht und dann sind wir gemeinsam die Treppen hinunter gehumpelt. Ich habe ihn schnell geduscht, währenddessen mit Nina telefoniert, hehe und dann ist er auch tatsächlich ins Bett.
Ich habe dann meinen eigenen Resident aus dem Bad geholt und um kurz nach 8 Uhr waren wir fertig und konnten gehen.
Und dann kam der Hammer. Nummer 5 fehlte noch und irgendwie wusste ganz Camphill was es ist. Alle haben gefragt: „Na, hast du dein Geschenk von Nelly und Luise schon?“. Hatte ich nicht, aber ich war kurz davor es zu bekommen. Ich saß also da und hatte dieses weiche Etwas vor mir. Natürlich habe ich mir etwas Zeit gelassen beim Auspacken, aber dann halte ich doch plötzlich ein Kuscheltier in meinen Händen. Ein selbstgemachtes Kuscheltier. In der Form eines Daleks. Aus DOCTOR WHO! Einem GRÜNEN DALEK! Wie mega cool ist das denn? Er hat zwar noch keinen Namen (Nelly hat Berthold eingeworfen, aber der Name ist dem Dalek nicht würdig!) aber das wird schon noch kommen, hehe.
Als alles in allem war der Tag echt cool. Er konnte zwar nicht die Tatsache verdecken, dass ich David Tennant nicht treffen konnte, aber für das war er mega schön! Ich danke allen die mich angerufen haben, oder eine SMS geschrieben haben oder eine Karte geschrieben haben ODER mir auf web.de bzw. Facebook gratuliert haben. Danke, dass ihr an mich gedacht habt! Ich weiß das zu schätzen!
Ich hoffe ihr hattet alle einen guten Tag. Meiner war super! Ich sitze jetzt zwar um 10 vor 12 mit klatschnassen Haaren im Bett, da ich vor kurzem erst geduscht habe, aber nichts desto trotz werde ich mit Glücksgefühlen einschlafen… ich hab euch alle furchtbar lieb!
Mein Freitag ging eigentlich sogar da weiter wo er am Donnerstag aufgehört hat. Es war alles wunderbar morgens. Ich hatte Textiles und wir haben eine echt schöne Zeit miteinander verbracht. Bis Alan Murray rein kam. Der musste dann natürlich herum posaunen, dass er gestern Abend David Tennant in Doune gesehen hat. Er wollte auch nicht aufhören davon zu erzählen, als Chantal und ich unsere bösen Blicke mit den Worten: „Stop it. Seriously stop it right now!“ verstärkt haben. Naiver Mann!
Tja, er meinte dann irgendwann vielleicht wäre David Tennant ja heute noch einmal dort. In der Rest-Hour sind Chantal und ich dann losgefahren. Aber leider war Doune wieder eine ganz normale Stadt in Schottland. Na ja, vielleicht eher ein Dorf. Trotzdem haben Chantal und ich uns eine schöne Rest-Hour gemacht.
Beim Putzen habe ich dann mein Päckchen von zuhause geöffnet und konnte Nelly mit der coolen Eulenkette richtig neidisch machen, hehe.
Überhaupt. Leute, die ganzen Geschenke die ich bekommen habe sind wunderbar! Ich habe jetzt nicht nur einen Kuscheltierdalek oder eine „Golden Kanine“-Konzertkarte, NEIN, ich habe jetzt auch einen Stern. Vielen vielen Dank Nani, das ist echt ein ungewöhnliches Geschenk. Aber einfach nur megagut!!!
Jaja, wir saßen später noch zusammen und haben Seabiscuit gesehen. Das war echt superschön! Aber dann waren wir doch alle echt müde und sind ins Bett gekrabbelt. Und morgen gibt es wieder einen Film zu sehen. Susan aus Pottery hat mir schon wieder einen mitgebracht. Und Chantal möchte mir auch noch zwei mitbringen.
Ach übrigens habe ich meine Handykarte verloren. Also bitte nicht mehr anrufen oder schreiben. Sollte ich sie wieder finden, melde ich das hier natürlich!
Und dann hatten wir endlich Wochenende! Spät aufstehen undlich Wochenendnd endlich wieder zu dritt! Und heute hat es seit einer Ewigkeit endlich mal wieder geregnet. Ich habe dann unsere Autistin geschnappt und war 2 Stunden mit ihr spazieren. Das war super. Es hat geregnet, war aber nicht zu kalt um mit einem T-Shirt herumzulaufen.
Ich habe auf dem Weg auch einen älteren Mann gesehen, der seine Hunde spazieren FAHREN war. Er saß im Auto und ist mit weniger als 10 km/h den Weg lang gefahren, während seine beiden vielleicht 40 cm großen Hunde hinterher getippelt sind.
Als wir zurück waren, haben wir Susans Film angesehen. Das war „Tree of Life“ mit Brad Pitt. Man, der Film war mal vielleicht schwer!  Aber wunderschön. Ganz tolle Bilder, super Schauspieler und einfach das Gesamtpaket hat überzeugt! Das war echt super.
Tja und heute habe ich mein Zimmer aufgeräumt. Endlich mal. Das war total dreckig und sieht jetzt wieder richtig gut aus!
Wir sehen uns nächste Woche!

23.6.13 16:48


10 months done... and happy Father's day!

Montag
Tjaha… hm… meinen Montagmorgen habe ich wieder einmal  HÖCHST SINNVOLL verbracht. Da ich von Benedict Cumberbatchs  Performance in „Star Trek- Into Darkness“, beziehungsweise seiner Stimme, angetan war und auch ein kleiner Fan von Martin Freeman bin, habe ich mir die beiden Staffeln von „Sherlock“ gekauft in der die beiden die Hauptdarsteller sind. Das sind in beiden Staffeln jeweils 3 Episoden, aber dafür in Spielfilmlänge. Die erste Staffel hatte ich dann Montagmorgens um dreiviertel 1 fertig. Und die zweite Staffel war pünktlich zur Arbeitszeit beendet. Ein bisschen peinlich war dann, dass ich keine Zeit hatte meine emotionale Verfassung zu ändern und erst mal in die Küche gehuscht bin um keine Aufmerksamkeit zu erregen.
In Textiles war ich dann schon richtig aufgeregt, da ich dachte ich kann Chantal alles von Benedict erzählen, da wir ja beide so begeistert waren. Aber leider war sie nicht mehr da. Stattdessen saßen Luise und ich für eine Weile mit nur zwei Residents da und haben nichts gemacht. Obwohl, ICH schon, hehe. Ich habe die Textiles-Arbeiten aus Transitional geholt. Da war am Wochenende eine Ausstellung. Nächstes Wochenende wieder.
Dienstag
Oh, es gibt nichts Schlimmeres als früh aufzustehen. Ich konnte dieses Wochenende nicht mal richtig ausschlafen und dann war es umso schlimmer früh aufzustehen. Vor allem ist es immer ein Risiko, da Nelly noch off ist und ich keinen menschlichen Wecker habe. Trotzdem habe ich es irgendwie geschafft und war dann doch rechtzeitig in Amber. Dieses Mal waren wir sogar richtig pünktlich und nicht die menschlichen paar Minuten zu spät.
Meine Potterystunde war auch super. Wir haben Sterne ausgeschnitten, aber das eigentlich richtig schöne war, dass ich endlich den Garten „fertig“ gesehen habe. Wir haben ja die Bänke gestrichen und Lynsey und ihr Resident haben einen kleinen Springbrunnen aufgebaut und das sieht jetzt alles so wunderschön aus! Und es ist wirklich angenehm dort zu sitzen und dem ganzen zu lauschen, SEHR ANGENEHM. Manchmal muss man aufs Klo.
Der Nachmittag war auch ok. Nachdem ich mit Kopfschmerzen an „Bobs“ Elefanten weitergearbeitet habe und „Bob“, GOTT SEI DANK, richtig ruhig war, war eben auch Woodwork ertragbar. Wir sind ein relativ gutes Stück vorangekommen. Wir sollen ausmessen wie breit eine CD ist. Dann sollten wir schauen, wie viele CDs in das „CD-Fach“ passen würden. Dann musste man ausrechnen wie viele wir weglassen um die „Trennwände“ zu machen. Und die durften nicht dünner als 3 mm sein und nicht dicker als 6 mm. Das war vielleicht ein Gehampel. Ich habe Greg schon vorgewarnt, dass mein Abitur in Mathematik furchtbar schlecht war, aber er meinte nur das wäre keine Mathematik. Trotzdem habe ich mich ständig verrechnet. Ich musste sogar tatsächlich eine Skizze machen um die Zwischenräume der CDs zu zählen. Bei 25 CDs wären das 24 Zwischenräume. NICHT 23 DU BLÖDE NUDEL!
Unser Papier sah dann echt schön aus. Dafür hat „Bob“ einen super Job gemacht. Er hat zwar jedes Mal, wenn ich gesagt habe er soll „dividiert“ in den Taschenrechner eingeben, auf „multipliziert“ gedrückt, aber nachdem er es dann das 5. Mal wieder löschen musste, hat er es auch kapiert. Und er mag Taschenrechner und hat wirklich viel Spaß damit. Ach, er ist ein Engel!
Leider ist er Morgen nicht da. Er ist im Urlaub und kommt erst am Donnerstag, dem 20. Juni wieder. Menno… zwei Craft-Stunden ohne ihn. Was soll ich denn jetzt machen?
Ach ja, ich habe die Trennstücke selber designt. Ich bin so ein Wunderkind… nicht. Greg meinte dann ich solle die geraden Linien abrunden, da Rudolf Steiner keine rechten Winkel wollte und keine geraden Linien. Das Trennstück hat KEINE rechen Winkel aber eben gerade Linien. Also habe ich eine Vertiefung gemacht und beim anderen eine Erhöhung. Zweites sah aus wie ein halbes Ei und das Erstere war plötzlich ein Atom-Kraft-Werk. Greg meinte, dass sähe anders aus. Ich hab vergessen, WIE anders. Ich meinte dann nur noch, dass man jetzt ein brennendes Auge machen müsste und dann hätte wir „Saurons Auge“, da mein Trennstück auch etwas dem Turm ähnelte. Davon war er sehr begeistert und hat mich gefragt wann ich gehe. Dann meinte ich im August. Und er war enttäuscht und meinte, dass wir bis dahin mit viel Glück „Bobs“ Elefanten fertig machen können. Und dann hat er mich wieder angestrahlt und meinte, dass wir das trotzdem machen und ich was zeichnen soll und ihm vorlegen soll. Haha, da hat er aber echt was falsch verstanden. Oder er braucht eine Brille. Das Blatt das ich benutzt habe zeigt eindeutig eine talentlose mathematische Artistin. Aber na ja, vielleicht kann Cliff helfen, hehe.
Mittwoch
Tja, leider ist „Bob“ im Urlaub. Also dachte ich, dass wir wieder nicht weiter kommen mit seinem Buch. Aber da habe ich mich wohl getäuscht. Aber MASSIV!
Die ganze Arbeit am Computer, sprich das Layout, die Photoshopzusammenstellung etc., habe ich immer Cliff überlassen, da das mal sein Job wahr und zwar nicht umsonst. Da Cliff aber ziemlich viel zu tun hatte, musste ich das alles machen. Ich musste zuerst alle Geschichten lesen und die Fehler raussammeln. Und dann hatten wir noch 4 Geschichten, zu denen es noch kein richtiges Layout gab. Also hat Cliff mich in den dazu nötigen Prozess eingeführt und ich habe dann all diese Geschichte fertig gestellt. Natürlich mit seiner Hilfe, aber zu 80 Prozent alleine. Ich war so stolz auf mich, da ich den Computer nicht kaputt gemacht habe.
Jetzt haben wir alle Geschichten und müssen nur noch die Galerie erstellen und das Inhaltsverzeichnis. Mehr oder weniger.
Cliff war schon die ganze Zeit am Überlegen, was für Bilder er von „Bob“ nehmen soll. Für die Galerie. Das Ding ist, „Bob“ hat das Talent auf jedem Bild müde auszusehen. Jedes Mal wenn ich ihn für seinen „Learning Log“ fotografiert habe, hat er in die Kamera gesehen und die Augen immer dann halb geschlossen gehabt, als ich abgedrückt habe.
Da Cliff mir 5 CDs von „Nat ‚King‘ Cole“ gegeben hat, hatte ich meinen Laptop dabei. Also habe ich nach ein paar Bildern gesucht, die ich auf meinem Laptop hatte. Wir haben dann auch die 10 Webcam Bilder gefunden, die wir vor gefühlten Jahren aufgenommen haben. Cliff fand die so gut und hat sich weggeschmissen vor Lachen. Dann hat er zwei Ideen gehabt. Die erste war, diese Bilder in die Galerie zu stellen, mit der Begründung, dass ich mit „Bob“ an dem Buch gearbeitet habe und da auch ein Bild von mir drin sein könnte… 10 in diesem Fall. Und die zweite Idee war, dass er die Bilder verwendet um ein kleines Video zu erstellen. Und zwar will er uns „singen“ lassen. Er wird die Bilder so anordnen und timen, dass es aussieht, als ob wir zur „Bohemian Rapsody“ singen.
Also ernsthaft mal, so ein bisschen langweilig ist ihm schon… oder? Der hat doch einen Handwerker nötig, hehe.
Tja, das war auch der ganze Tag. Ich war beide Craft-Stunden damit beschäftigt. Und wir werden das Buch womöglich nächsten Mittwoch fertig stellen. Und dann möchte er 3 oder 4 Bücher bestellen. Ich bin mal gespannt!
Am Abend waren wir schnell bei Luise um ihr einen wunderschönen „1-wöchigen-all-inclusive-Spanien-Urlaub“ zu wünschen und dann wollten Nelly und ich zusammen die 3. Episode von „Sherlock“ sehen, aber Nelly ist etwas eingenickt. Also haben wir Schluss gemacht und sind schlafen gegangen. Ach übrigens, die 3. Staffel „Sherlock“ ist zwar noch nicht draußen, aber ich freue mich schon mega darauf, dass auch eine 4. bestätigt wurde. SUPER. Die beiden Schauspieler passen echt zusammen. Benedict Cumberbatch und Martin Freeman. Sherlock und Watson. Smaug bzw. der Nekromancer und Bilbo Beutlin. COOOOOOOLLLL!!!!
Donnerstag
Haha, von wegen „Bob“ ist im Urlaub. Er ist wieder da. Sein Urlaub ist geplatzt wegen irgendetwas. Deswegen gehen sie jetzt erst am 24. Juni. Das ist eigentlich echt gut, dann können wir das Buch vielleicht doch noch schneller fertig bekommen.  Cliff arbeitet jetzt am Freitagnachmittag nochmal an dem Buch und stellt das dann vermutlich so gut wie fertig. Er setzt uns etwas unter Druck. Ist aber auch gut so. Es sind nur noch knapp 6 Wochen übrig bis wir in die Workshop Break gehen.
Na ja, jetzt aber mal weiter. Gott sei Dank musste ich nicht zu Yoga. Das fiel heute aus. Schade eigentlich, dabei hatte ich sogar meine Yoga-Lektüre parat.
Am Nachmittag habe ich mir meinen Mittelfinger der rechten Hand kaputt gemacht. Ich habe Bären zusammengenäht und der Stoff war ziemlich dick. Ich musste ziemlich drücken und ziehen und dabei habe ich meinen Finger etwas überstrapaziert. Jetzt weiß ich, wie sich Chantal jeden Tag fühlen muss…
In der Rest-Hour habe ich etwas supertolles rausgefunden:
David Tennant, von dem ihr vermutlich alle wisst, dass er mein Lieblingsschauspieler ist, ist in einem Film von dem demnächst ein paar Szene in einem schottischen Dorf gedreht werden. Ich fand den Artikel interessant und habe dann etwas weiter gelesen. Plötzlich hat sich herausgestellt, dass dieses schottische Dorf in der Nähe von Stirling ist. Und zwar heißt das kleine schottische Dorf „Doune“ und ist kein anderes als MEIN Doune. Ich weiß sogar WO die Szene gedreht werden soll. Das ist so mega cool. Und das Drehdatum ist der 17. Juni. Das ist ein Montag.
Nach einem ziemlich Hin und Her stehe ich jetzt vor der Frage ob ich montags von 9 Uhr bis 5 Uhr frei bekomme und mit Nelly nach Doune kann um nach David Tennant Ausschau zu halten.
Blöd ist, dass das Ganze schief gehen kann oder dass David Tennant nicht aufkreuzt. Es ist nämlich nicht sicher, ob er da sein wird. Die Szene kann auch von seinen Kollegen handeln. Drückt mir die Daumen, dass das alles klappt. Das wäre so mega cooooooooooooooooooooooooooooool! Da würde ein Traum wahr werden!
Freitag
Tja… das wäre jetzt alles geklärt. Leo bekommt am Montag von 9 Uhr bis 5 Uhr frei und geht zusammen mit ihrer Kollegin Nelly nach Doune um VIELLEICHT David Tennant zu sehen. Oder Rosamund Pike, Ben Miller, noch irgendeine oder Billy Connolly. Nichts destotrotz hoffe Leonie natürlich, dass David Tennant anwesend sein wird, da das ihr absoluter Traum wäre!
Dafür musste ich auch eine ganze Weile bangen. Aber es hat letztendlich funktioniert. Hoffen wir, dass das Glück anhält.
Um den Tag noch besser zu machen muss Leonie euch jetzt mitteilen, dass das Cover noch nicht vollständig ist und die Galerie in „Bobs“ Buch fehlen. Das wird nächsten Mittwoch erledigt und dann wird Cliff mit Bridget aus dem Day Service sprechen und sie wird dann mit „Bobs“ Eltern sprechen, damit sie sich das Buch ansehen und uns sagen ob es in Ordnung ist einige Kopien davon in Auftrag zu geben.
Sollte das alles in Ordnung sein, würde ich das Buch vermutlich in zwei Wochen in der Hand halten. Je nachdem wie schnell wir „Bobs“ Eltern in Anspruch nehmen können.
Samstag
Heute war super. Nelly ist etwas krank und Bob meinte dann, wir müssen nicht spazieren gehen. Dafür war Carol unser Ersatz-One-to-one mit ihr unterwegs. Wir saßen dann im Wohnzimmer und haben Fernseh gesehen bis Gyön Gyi kam.
Dann durfte Nelly gehen, da sie am Sonntag arbeiten muss und fit sein sollte. Gyön Gyi und ich haben gekocht. Na ja, eher Gyön Gyi, ich habe das Dessert zubereitet. ISLANDFEUER! BABÄÄÄÄÄÄM… alle mochten es. Sogar einer unserer Residents, die keine Bananen mag. Ach da war ich glücklich!!!
Danach durfte ich dann auch gehen. Also habe ich mich in mein Zimmer gesetzt, einen Film gesehen, war dann doch irgendwann noch einmal Klavier spielen mit unserer Autistin und dann war ich endgültig im Bett.
Sonntag
Tja, was soll ich sagen? Ich habe meine Zeit mit sticken verbracht. Ich sticke im Moment das Clown Bild weiter von Chantal. Daran saß sie als sie mit ihrem ersten Sohn schwanger war. Das war vor 15 Jahren. Seitdem hat sich wenig getan. 8 Wochen saß sie daran und ich muss ehrlich sagen: DAS BRAUCHT VERDAMMTE JAHRE!
Ich sitze jetzt schon seit ein paar Stunden dran und habe nicht einmal die Hälfte des Regenbogens geschafft. Das ist echt leicht deprimierend. Aber so langsam geht es aufwärts.
Tja, wir sehen uns nächste Woche wieder. Bis dahin!
Drückt mir die Daumen für morgen… das hoffentlich alles klappt! Ganz liebe Grüße und schönen Vatertag

16.6.13 16:01


heat wave... finally

Montag
Mein ganzer Montagmorgen bestand darin zu frühstücken, Noten auszudrucken und Briefe zu schreiben. Ich habe mir gestern die Titelmusik von „Downton Abbey“ beigebracht und wollte es heute Nelly und Luise vorspielen. Dazu musste ich die Noten erst ausdrucken, deswegen bin ich mit Nelly zu Cliff gegangen um es dort eben auszudrucken. Und danach habe ich mich hingesetzt und die 5 Briefe geschrieben, die ich seit Ewigkeiten schon schreiben wollte. Danach hatte ich auch ordentliche Handschmerzen. Aber es war seine Sache wert.
Am Nachmittag sind wir ausgegangen. Cliff hat seinen Workshop und Textiles zusammen gesammelt und dann sind wir in den Plean Park gefahren. Dort hat Alan Murray mit seinen Photographie-Students ein paar Bilder gemacht, während ich unserer Autistin hinterher rennen muss, damit sie nicht noch mehr Leute schubst. Aber das Schönste war, dass „Bob“ dabei war. Er hat mich auch ständig etwas gefragt: „Weo…?“, „Weo…!“, „Weo…?“… so ging das den ganzen langen Nachmittag, hehe.
Der Park an sich war wunderschön. Zuerst dachte man, dass er nicht so groß sein wird. Aber dann ging es irgendwann doch um die Ecken und überall waren Wege. Und das Schönste waren die alten Ruinen von Häusern aus dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts. Überall tritt „Downton“-Atmosphäre auf. Das war super. Ich musste auch daran denken, dass dort bestimmt schöne Hochzeitsfotos entstehen könnten, wenn das Gebäude nicht abgezäunt wäre.
Als wir dort hingefahren sind, saßen Chantal und ich vorne bei Alan Murray im Auto und wir hatten das Fenster offen. Da ich meine Haare ja jetzt immer offen trage, sind die einfach mal nur wie wild am Rumflattern gewesen. Das Foto, dass Chantal gemacht hat, hat zwar nicht funktioniert, aber das Video war cool. Und die Krönung des Tages war der Ausblick auf die Berge. Wunderschön. Dort blüht alles und an schönen Tagen kann man alles sehr gut sehen. Es war atemberaubend! Ich hab Chantal sofort an gestupst und sie meinte, dass man so etwas leider nicht mehr bemerkt, wenn man hier schon für Ewigkeiten lebt. Gut, dass ich hier noch nicht seit Ewigkeiten lebe!
Dienstag
Das Pottery-Programm heute war auch sehr interessant. Statt mit Ton zu arbeiten, waren wir draußen an der frischen Luft. Zumindest so weit es geht mit den Arbeiten am Haus direkt neben uns. Wir haben die Bänke gestrichen. In einem interessanten Grün. Und ich durfte noch unsere Mosaiktafeln mit einer Glasur bestreichen. Die Sonne hat dabei so enorm geschienen, dass ich meine Arme eincremen musste, da sie schon anfingen, rot zu werden. Nachdem ich meine Creme-Hände wieder in die Handschuhe gesteckt habe, fiel mir auf, dass ich vergessen habe mein Gesicht einzucremen. Das war mir dann aber auch egal. Ich bin gerade so an einer Verbrennung vorbei geschrammt. Hehe, alles gut!
In Woodwork waren wir leider nicht draußen. „Bob“ und ich haben wieder mal an seinem Elefanten weiter gearbeitet. Ich muss Greg bestimmt auf die Nerven gehen. Ich habe nämlich keine Ahnung, wie ich mit den ganzen Instrumenten umgehen soll und was der nächste Schritt für unsere Arbeit ist. Sprich, ich „babysitte“ Bob und Greg „babysittet“ mich. Das ist echt traurig. Wir haben trotzdem ein gutes Ergebnis abgeliefert.
Am Abend waren wir dann für eine ziemlich lange Weile alleine. Irene hat 3 unserer Residents genommen und ist zu einer Veranstaltung, bei der ein Preis für den „besten“ Be-Friender vergeben wird. Unsere House-Befrienderin Angela wurde auch nominiert. Und Bob, der Vater einer der Residents aus Orion, der mit unserem süßen Autisten aus Clockhouse arbeitet. Und jetzt ratet mal, wer den Preis bekommen hat: RICHTIG, BOB!!!
Ich bin so stolz auf ihn. Und so froh, er hat es wirklich verdient. Die Art und Weise wie er mit dem Clockhouse-Autisten arbeitet ist wunderbar. Sie haben sogar zusammen vor Princess Anne gestanden und ihre Arbeit präsentiert.
Sein Sohn war bei mir in Woodwork und musste früher gehen, da er sich fertig machen musste für den großen Abend. Da meinte Greg noch, er solle seinem Vater einen dicken Kuss geben, wenn er gewinnt. Aber er solle nicht sagen, dass der von Greg stammt, da das ja wieder komisch rüber kommen würde. Ich bin mal gespannt, ob er es getan hat.
Bob ist so cool!!! Er war Polizist und ist ja jetzt eben ein Be-Friender. Aber das Coolste ist, dass er mit dem Fahrrad nach Camphill fährt. Das sind so ungefähr 10 Kilometer. Er braucht dafür eine Stunde. Er ist jetzt auch nicht mega alt, aber es gibt viele Leute in dem Alter, die sich da nicht mehr wirklich regen. Also Bob ist ganz fest in meinem Herzen!!! Und so schnell kommt er da nicht mehr raus! Auf keinen Fall!
Mittwoch
Da wir keinen Strom am Morgen hatten, war auch in Craft nicht viel angesagt. Anstatt am Buch weiter zu arbeiten haben wir eine große Leinwand bezogen und weiß gestrichen. Und am Nachmittag sah das Programm auch nicht anders aus. Leider war heute kein schöner Tag um aus zu gehen. War ja klar, nicht dann, wenn Leo mal dabei wäre. Trotzdem war der Tag jetzt nicht schlecht. „Bob“ hat mein Hemd zwar weiß angemalt und auch mein Rock blieb nicht unbeschadet, aber ich glaube das geht wieder raus. Ist keine Acryl Farbe. Gott sei Dank!
Donnerstag
Ich hatte mal wieder Craft statt Pottery. Wir haben angefangen die großen weißen Leinwände anzumalen. Mit der Wasserfarbentechnik. Dazu sind wir später dann auch raus gegangen, da das Wetter so wunderschön war (NATÜRLICH!). Und das Ergebnis kann sich echt sehen lassen. Jetzt kommt aber der schwierige Teil. Wir werden die Berge malen, die man von unserem Castle aus so schön sieht. Zumindest bei schönem Wetter.
Auch in Textiles haben wir einige Fortschritte gemacht. Chantal hat 4 große Teddy-Bären angefangen. Die Teile sind jetzt alle fertig zum zusammen nähen. Und dann werden noch Klamotten geschneidert und fertig sind sie für den Adventssale.
Freitag
Textiles war super! Ich habe Debbie schon vor Ewigkeiten versprochen, ihren Bären zu machen für die Freundin, die jetzt der Army beitritt. Und wir konnten den ganzen Teddy in einem Workshop fertig stellen. Alle haben geholfen. Das war so schön. Und wir waren alle so stolz aufeinander! Super Arbeit.
Tja, mehr gibt es auch nicht zu sagen.
Samstag
Feueralarm! Mehrmals. Und auf verschiedene Arten. Heute war es enorm heiß! Wir sind zum Fluss gegangen und es war echt ziemlich warm. Dort haben wir unsere Beine ins Wasser gehängt und die Sonne nur mit Sonnencreme Schutzfaktor 50 genossen. Denn die Sonne in Schottland ist viel stärker als die Sonne in Deutschland. Das sieht man an Gabor, der einfach mal aussieht wie ein Hummer, da er einen Nachmittag in St. Andrews verbracht hat.
Als wir zurück kamen haben wir dann gekocht. Und Luise hat ihr spezielles koreanisches Gewürz benutzt. Das benutzen hier ALLE Koreaner für EGAL WELCHES Essen. Und wenn man genug nimmt, ist es auch ziemlich scharf.
Luise hat zwar nicht viel genommen, aber für meinen Resident war es doch zu viel. Sie hat enorm langsam und zögernd gegessen. Das war dann doch etwas doof. Eine Genugtuung war es aber, als Phil husten musste, da es so scharf ist. Und es war nicht mal wirklich scharf! Und das will was heißen, wenn ich es sage. Ich kann so was nämlich nicht ab.
Nach dem Essen lagen wir dann alle draußen und haben uns gesonnt. Mitten im Innenhof. Als dann auch plötzlich der Feueralarm losging. Unsere Autistin war zwar schon draußen, ist aber trotzdem aufgesprungen und losgerannt. Nach drinnen. Um aufs Klo zu gehen… ERNSTHAFT?!
Und das war nicht der einzige. Wir hatten noch zwei andere. Die waren aber nur ganz kurz. Trotzdem war es genug für unsere Autistin um dann um halb 6 ihre Klamotten zu wechseln. Bettfertig… ERNSTHAFT, die Zweite.
Sonntag
Ich musste unbedingt einkaufen gehen. Kurze Sachen. Sommersachen! Mir ist viel zu warm. Ich habe den ganzen Tag schon durchgeplant. Zuerst T K Maxx, dann Thistles Center und danach „The Great Gatsby“ im Kino ansehen.
Man, der war echt schön… und traurig… Die Besetzung hat mir super gefallen, obwohl ich kein Fan von Leonardo Di Caprio bin. War echt schön…
Bis nächste Woche dann!!!

9.6.13 19:29


Live long and prosper!

Montag
Ich habe ja versprochen über meinen Sonntag zu berichten, deswegen quetsche ich das jetzt hier einfach mit rein.
Es war super. Um 6 Uhr hat Chantal mich mit ihrem Sohn Jack abgeholt und wir sind zu ihrem Haus gefahren. Dort durfte ich ihrem anderen Sohn Oakley beim Springen auf dem Trampoline zu sehen und Bekanntschaft mit dem Nachbarshund Mitzee machen. Wenig später sind wir los um zusammen „Star Trek – Into Darkness“ zu sehen. Oakley, Jack und ich saßen im Auto hinten zwar etwas zusammen gequetscht aber es war total witzig!
Und der Film war super! Sehr dramatisch, aber gleichzeitig auch wieder mega cool! Star Trek eben.
Nach dem Kino hat Chantal mich heimgefahren. Wir haben uns noch ein wenig unterhalten und dann sind wir alle ins „Bett“! Es war klasse!
Ich war aber bevor ich ins Bett gegangen bin noch Nelly besuchen und wir haben uns noch ein bisschen unterhalten. Als ich am gehen war, meinte sie, ich solle mir ihre DVDs ausleihen. Also habe ich mir die erste Staffel von „Downton Abbey“ ausgeliehen und abends noch gleich damit angefangen. Ich lag bis um halb 3 morgens im Bett und habe mir Folgen angesehen.
Am Montagmorgen dann haben Nelly und ich uns getroffen um zusammen „Life of Pie“ zu sehen. Danach war ich wieder mit „Downton Abbey“ beschäftigt und am Nachmittag musste ich leider wieder arbeiten. Es war aber ganz ok. Ich hatte Textiles und das macht wenigstens immer Spaß. Außerdem arbeitet jetzt Felia bei uns. Sie ist eine Waldorfschülerin und macht ein 3-wöchiges Praktikum. Etwas Abwechslung eben.
Dienstag
Tja, Pottery. Lynsey und ich hatten so viel Spaß miteinander! Lynsey ärgert Russell immer, den neuen Gartentyp. Und da wir in der Garage waren um den Ofen zu beladen und Russell sich ein paar Meter weiter weg aufgehalten hat, ging das Ganze natürlich gleich weiter. Irgendwann hat Lynsey so sehr lachen müssen, dass sie fast umgekippt wäre.
In Woodwork haben „Bob“ und ich große Fortschritte gemacht. Ich bin stolz auf mich, da ich einiges  gemacht habe, was ich mir nie zugetraut hätte.
Abends ging es gleich wieder weiter mit „meinem“ Downton-Marathon. Nelly ist eine Staffel weiter und hat dann immer wieder Anspielungen gemacht, die mir gar nicht gefallen haben.
Mittwoch
ICH BIN SO MEGA STOLZ! „Bob“ und ich haben alle Geschichten fertig! Wir müssen zu einer noch ein Bild malen, aber der Rest ist spitze und wird es auch später bestimmt sein. Wir hatten etwas Ärger mit dem Layout etc. Aber es sieht wieder ganz gut aus. Wir werden noch eine kleine Bildergalerie hinten dran hängen und das Cover verzieren und dann können wir es drucken lassen. Wie HAMMERCOOL IST DAS DENN?
Am Nachmittag haben Cliff und ich etwas experimentiert. Wir haben doch unser Vulcan-Projekt und wollten diesen eben zum explodieren bringen. Wir hatten auch alles bei uns. Also habe ich meine Kamera geschnappt und das ganze gefilmt. Die „Explosion“ sah etwas mickrig aus und so haben wir es noch einmal versucht und die Flasche vorher noch schön geschüttelt. Das hatte leider zur Folge, dass die Außenscheibe des Craft-Raums etwas dreckig war. Und Cliffs neue Hose. Natürlich war ich daran schuld… ich und meine (super coolen) dummen Ideen.
Tja, mal sehen wie das ganze verläuft. Ich bin gespannt, was die nächsten Wochen so bringen!
Donnerstag
Ich hatte diese Woche, statt Pottery, Craft am Morgen, da Nelly einen Tag frei genommen hat und Cliff jemanden brauchte. Da saß ich also, habe meine Kerze weitergemacht und durfte zusehen, wie die meisten meiner Kerzen an Besucher verschenkt wurden.
Tja und das war mein Tag auch schon. Ich hatte mich nicht wirklich wohl gefühlt und durfte nach dem Essen gleich gehen und Chantal meinte dann auch ich solle lieber ins Bett gehen anstatt in Textiles zu sitzen. Abends bin ich dann 15 Minuten zu spät gekommen, da ich geschlafen hatte. Mir ging es zwar nicht großartig besser, aber was will man machen? Ganz frei nehmen konnte ich mir nicht, da ich die einzige weibliche „Angestellte“ war. Und jemand muss sich ja um unsere Autistin und meinen Resident kümmern. Also blieb ich da, habe abends meinen Resident gebadet, meinen anderen Resident ins Bett gebracht, die Spülmaschine ausgeräumt und den Boden gefegt, während die anderen draußen waren und gespielt haben.
Freitag
Heute konnte ich Textiles dann doch besuchen gehen. Felia, unsere Waldorfschülerin, war auch in Textiles. Mein Projekt wurde jetzt leider doch abgesagt, da die Architektin der Häuser etwas Kleines haben möchte. Die großen Dinge sind Cliff „versprochen“. Tja, traurig aber wahr. Vielleicht auch nicht zu schlecht. Ich hätte Chantal nur enttäuscht, da ich nichts alleine auf die Reihe bringe und zu viel Zeit benötige. Ich habe mich lieber wieder meinen Teddy Bären gewidmet.
Nach der Arbeit habe ich mich wieder in mein Zimmer verzogen, da es mir immer noch nicht ganz so gut ging. Aber da ich noch nicht gleich schlafe konnte, habe ich beschlossen die dritte Staffel von „Downton Abbey“ zu beenden. Tja, das habe ich jetzt auch gemacht. Ich blicke mit gemischten Gefühlen auf die Situation.
Einerseits bin ich geschockt, da ich die ganze letzte Woche nur damit verbracht habe diese Serie zu leben. Andererseits bin ich stolz, da ich es alles in weniger als einer Woche geschafft habe. Aber eigentlich bin ich glücklich, da es, trotz der Tatsache, dass die Serie furchtbar traurig ist, mich und Nelly zueinander geführt hat. Auch wenn es nur darin bestand heulend vor der Tür des anderen zu stehen, da gerade etwas furchtbar Trauriges passiert ist. Jetzt warten wir beide auf Januar 2014, da dann die neue Staffel erscheint. Leider mit einigen drastischen Verlusten, die mir wieder Tränen in die Augen jagen, wenn ich darüber nachdenke.
Wie dem auch sei. Ich gehe jetzt schlafen!
Samstag
Ich habe ganz vergessen zu erwähnen, dass Gabor seinen Führerschein bestanden hat. Nicht den Normalen, den hat er schon lange, sondern für die Camphill Autos. Es ist auch kein richtiger Führerschein, mehr eine Erlaubnis. Jetzt können wir endlich öfters Tagesausflüge machen. Wir haben heute sogar schon einen gemacht. Aber ohne Gabor. Wir waren am Loch Katrine, sind dort etwas spazieren gegangen und dann etwas herumgefahren. Danach war uns zwar allen etwas schlecht, aber cool war es trotzdem.
Nelly, Luise und ich haben beim Spazieren gehen einen neuen Ort zum „gammeln“ gefunden. Ein paar Meter weiter weg von der Hütte, in Richtung Safari Park gibt es ganz große Steine, die als Weg zur Mitte des Flusses führen. Da alles mit einem Zaun abgesperrt ist, dachte ich nicht, dass wir da drauf dürfen, aber Cliff war letzten Donnerstag mit seinem Workshop dort und wir haben jetzt eben auch ein bisschen Zeit verplempert indem wir auf den Steinen sitzen.
Der Tag war dann relativ schnell zu Ende und wir saßen abends noch zusammen, haben „The Artist“ gesehen und sind dann alle ins Bett.
Ach ja, wir haben endlich Juni!!! Mein Lieblingsmonat, hehe…

Live long and prosper!

2.6.13 14:42


There's a first time for everything!

Montag
Der Morgen verlief ziemlich schnell. Nelly und ich waren in Stirling ein paar „Erledigungen“ zu machen. Dann war es auch schon wieder Zeit für mich in die Workshops zu gehen. Aber nicht bevor ich von Cliff mein langersehntes „Long Way Round“ bekommen habe. Ewan McGregor auf einem BMW Motorrad um die Welt, gibt es was Cooleres? Und es ist fantastisch!
In Textiles haben wir Stoffe gefärbt. Wir hatten ein paar Stofffetzen, auf die etwas draufgestickt wurde und dann wird das ganze für eine Weile in einem Eimer mit Farbe umgerührt. Dann lässt man es etwas ruhen und später muss man es erneut waschen (davor auch) um die End Farbe zu erhalten. Chantal kann grün zwar nicht leiden, aber mir zu Liebe hat sie dann doch einen Eimer mit grüner Farbe „hergestellt“. Und einen Eimer mit pinker Farbe. Die war echt der Hammer! So ein extremes Pink habe ich noch nicht gesehen.
Und jetzt habe ich schöne Farbe auf meinem Lieblingshemd. Ein paar Spritzer grün und ein paar pinke. Die sehen sehr schön aus neben den Farbspritzern von meinem Löwen!
Am Abend war dann auch wieder einmal einer der Tage an denen unser Autist einfach nichts wollte. Irgendwann so um viertel nach 9 oder so bin ich dann in mein Zimmer um die erste Folge von „Long Way Round“ anzuschauen. Man, das war eine Erleichterung!!!
Dienstag
Der Morgen war fantastisch! Wir haben in Pottery einen kleinen Spaziergang gemacht um Blätter zu sammeln für unsere kleinen Fischteiche. Das war super. Wir hatten so schönes Wetter. Am Montag war es schon enorm warm und Nelly und ich hatten echte Probleme zur Bushaltestelle zu laufen. Wir hatten auch echt Spaß bei unserem Spaziergang. Und Nelly und ich hatten letzte Woche sowieso schon einen Teil von Camphill gefunden, von dem ich gar nicht wusste, dass er existiert.
Irgendwo parallel zur Safari-Parkstraße und der Tourmaline-Schlossseite gibt es einen kleinen Teich. Und dort steht eine Pflanze die einfach mal mega cool ist. Die stirbt immer wieder und kommt dann um dieselbe Jahreszeit wieder und wird so um die 4 Meter groß. Und Susan hat mir gesagt, dass die Blätter, die jetzt die Größe von Mülltonnendeckeln haben, GAR NICHTS sind, im Vergleich zu dem, was sie einmal werden. Die Pflanze heißt irgendwie „Gunnerer“ oder so. Denke ich mir jetzt einfach mal, hehe.
Am Nachmittag hatte ich Woodwork. Ich muss ehrlich gestehen, ich hatte keine Lust zu arbeiten und ich wusste auch nicht, was wir tun sollen. Greg lief die ganze Zeit rum und hat nicht wirklich Zeit gehabt uns zu erklären, was wir tun sollen. Also standen „Bob“ und ich einfach nur rum, haben Janik dabei zugesehen, wie er seinen Gitarrenständer anfertigt und etwas geredet. Auch Janik und ich haben uns (wieder einmal) darüber unterhalten, wann wir gehen und wie viele Tage noch übrig sind. Das war auch echt schön, als uns dann nach einer ENORM LANGEN WEILE aufgefallen ist, dass wir dieses Gespräch letzte Woche schon geführt haben.
Am Abend war ich dann auch wieder Juniper besuchen, da unser Autist wieder einmal keine Lust hatte zu duschen. Also habe ich mich mit „BABA“ unterhalten *hust*. Das war echt schön. Vor allem nachdem er ein Kissen nach mir geworfen hat. Also habe ich zurück geworfen. Das Kissen ist abgeprallt und gleich zurückgeflogen. Da konnte ich mich vor einer weiteren Attacke gleich schützen. Er hat es dann auch aufgegeben und hat angefangen irgendwelche Dinge in den Mund zu nehmen. SUPER!!!
Ach ja, der neue Staff in Juniper, Gabriel, kommt aus der Slowakei. Und er hat mich gefragt, ob ich heute den Sleepover mache. Das war so süß. Als ich ihm dann erklärt habe, dass ich NUR ein Co-Worker bin, hat er sich entschuldigt und ist gleich davon gehuscht. Hehe, das war ihm wohl peinlich. Ich fand es cool!
Mittwoch
Mein Craft-Tag. Ich bin so stolz! Heute ist einfach mal eine mega Geschichte entstanden! Das war der Hammer. Bob hat einfach gesprochen und gesprochen und gesprochen…
Normalerweise sind seine Geschichten so um die 4 Zeilen lang. Und das in 2 Minuten! Und heute hat er in einer Minute und 40 Sekunden einfach mal so viel erzählt, dass ich ungefähr 1/3 eines Word Dokuments gebraucht habe.
Ich habe dann auch vorgeschlagen das als End Story zu benutzen, da der letzte Satz auch so schön passt. Jetzt sind es nur noch zwei Geschichten! Ahhhhh, das wird so coooool!
Ach ja, auch noch eine ganz nette Geschichte. Ich habe vor Monaten ein Formular für die Registrierung beim Arzt ausgefüllt. Jetzt kamen die lieben Leute vor kurzem und meinten ich wäre nicht registriert. Also musste ich wieder ein Formular ausfüllen. Da mir Istvan beim ersten Mal geholfen hat, bin ich also zu Cliff und habe um Hilfe gebeten. Das war dann auch echt cool, da wir vor jeder Frage erst mal 2 Minuten irgendwelche sarkastischen Antworten abgegeben haben. Ich war so abgelenkt, dass ich teilweise kurz davor war völligen Blödsinn hinzuschreiben.
Bei Fragen wie „Was für Medikamente nehmen sie zur Zeit?“ habe ich mit „Nein, danke“ geantwortet und eigentlich wollte ich bei der Frage, wer meine erste Ansprechperson ist „meine Mumi“ hinschreiben. Aber Cliff meinte dann, dass das nicht so gut wäre. Also habe ich es gelassen. Als es dann um den Abschnitt für die Frauen ging, hat Cliff ganz nett erst mal die Finger in die Ohren gesteckt, da ich jede Frage laut vorgelesen habe. Als er die Finger rausgenommen hat, hat er nur noch „7“ gehört. Und dann wollte er natürlich doch wissen, worauf das denn die Antwort sei. Daraufhin habe ich ihm erklärt, dass das die Antwort auf die Frage ist, wie viele Kinder ich schon habe. Das fand er gut. Es hat ihn auch etwas vom Hocker gerissen. Dann musste er mich natürlich fragen wie alt ich bin und war geschockt, dass ich Jahrgang 94 bin. Das hat ihn dann nur noch mehr daran erinnert, dass er morgen Geburtstag hat und 45!!!!! Jahre alt wird. Nur damit ihr es wisst, er wird 45!!!
Tjap, sonst ist weiter nicht viel passiert. Nelly und ich haben abends noch einen Kuchen für ihn gebacken, mit weißer Schokolade überzogen und mit Trauben eine 45 draufgeklebt. Sieht super aus. Wird er wahrscheinlich nicht essen, da er auf sein Gewicht achtet. Er muss ja fit für seinen Urlaub sein. Tja… er hat ja noch ein paar Wochen.
Donnerstag
Babääääääm! Was für ein Tag. Oh man, also ich hatte heute mal richtig schöne Höhepunkte und dann auch enormste Tiefpunkte. Aber erst mal zu den Höhepunkten. Ich habe heute unseren Autisten rasiert. Zum ersten Mal!!! Ich habe mich davor nie getraut, da ich dachte ich verletze ihn irgendwie. Aber nein, es hat perfekt geklappt! Das war so supertoll!
Und in Pottery habe ich heute zum ersten Mal das komische Töpferrad benutzen dürfen. Ich habe jetzt eine kleine Müslischüssel, da der Fisch, den ich machen sollte, irgendwie nicht funktioniert hat. Mein zweiter Versuch war zwar ein bisschen besser, was die Fischform anging, aber dafür war das Ding einfach viel zu flach. Anna hat es auch noch mal versucht. Sie hatte irgendwie schon vorher Kontakt mit so einem Ding, aber ich muss jetzt angeben und sagen, dass sie schlechter war als ich. Hehe, ihr Tonfisch ist während der Schüsselform zu Fischform Transformation gerissen. Meine nicht, jippieeee!!!
Aber dann kam die Rest Hour. Und ich musste heute da bleiben. Normalerweise nicht, wenn Bob auf Schicht ist. Aber da Bob alleine war, Mark, unser One to One ins Krankenhaus musste und sonst irgendwie auch alle Residents da waren, musste ich eben bleiben. Nelly hat mir dann freundlicherweise ein Stück Kuchen gebracht und ich habe die Rest Hour in Amber verbracht. Ich war so frustriert, da ich eigentlich ein paar Dinge erledigen wollte, dass ich irgendwann hinter unserem Nesthäkchen stand, mein Kinn auf seinen Kopf gelegt habe und einfach nur noch geseufzt habe. Daraufhin meinte unser „Troublemaker“: „Leo? You’re ok, Leo?“ Ich habe geantwortet mir ginge es gut und habe ihn gefragt, ob er ok ist. Und dann hat er nur ein: „Yeah!“ gehaucht und war wieder voll von Top Gear gefesselt. Das war so niedlich!
Und, HAHA, ich habe einen ganz tollen Brief bekommen von meinem lieben Patenonkel, auf den ich schon lange gehofft habe. Und drin waren Bilder und ich muss sagen: SOPHIA IST SOOOOOOOO SÜÜÜÜÜÜÜÜÜß!!!!
Trotzdem war meine Laune irgendwie am Boden und Chantal hat mich versucht aufzuheitern, was ihr auch gelungen ist. Sie hat mich gefragt, was ich denn am Sonntag mache. Als ich geantwortet habe, dass ich hier sein und gammeln werde, meinte sie, dass sie mich abholt und ich zu ihr kommen kann. Dann hat sich das ganze doch noch einmal ein bisschen geändert und jetzt gehen wir zusammen ins Kino und schauen uns „The Great Gatsby“ an. Mit CAREY MULLIGAN!!!! AHHHHHHHH… das wird so toll! Ich bin so froh Chantal zu haben! Dankedankedankedankedankedankedankedanke!!!
Am Abend habe ich „The Long Way Round“ beendet und war dann sofort schlafen, da ich Bauchweh hatte und am Morgen schon verschlafen hatte. Der Donnerstag war einfach mal echt zu lang!!! Mit der Rest Hour Watch… das ist echt zu hart!
Freitag
Endlich Freitag!!! Wuhuuuuuu. Diese Woche war es enorm hart für mich so früh aufzustehen. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie war der Wurm drin.
Trotzdem war ich mehr als froh wieder in die Workshops zu kommen. Ich hatte Textiles und Chantal hat mir jetzt ein neues Projekt aufgetragen. Ich habe immer noch zwei Teddys, die ich fertig stellen muss. Und dann nochmal einen neuen Teddy machen, da Debbie aus dem Day Service einen für ihre Freundin möchte und sie mich gefragt hat, ob ich den machen kann.
Da die neuen Häuser ja jetzt so gut wie fertig sind, kommt die Dekoration an die Reihe. Und Chantal hat mich jetzt zum Projektleiter ernannt. Wir machen ein Wallhanging aus Leder mit Herzchen drauf. Das wird bestimmt schön. Und das mache ich jetzt, alleine. Sie hilft mir, wenn ich Fragen habe, aber trotzdem ist das meiste mein „Problem“.
Cliff hat die neuen Häuser schon gesehen und die sollen ein Traum sein! Jeder Resident und jeder Co-Worker hat sein eigenes Bad. Und die Staffs haben einen Raum für den Sleepover und dann noch ein Büro. Und das Beste kommt noch. Die Eltern der Residents können die Zimmer entweder einrichten lassen, umsonst!, oder sie richten es selber ein, sprich, sie kaufen die Möbel selber, ABER bekommen das Geld zurück. Also können sie ein wunderschönes Zimmer einrichten mit schönen neuen Möbeln und es kostet sie nichts. Das beneide ich schon ein bisschen. Ich glaube, dass „Bob“ auch einer der neuen Residents ist. Oh man, da würde ich doch glatt noch ein zweites Jahr anhängen nur um sein Co-Worker zu werden!
Irgendwann war ich auch mal in Craft zu Besuch um die tollen Fortschritte von Nellys Bild zu sehen. Das sieht total toll aus. Cliff hatte meinen Körper ja vorgezeichnet und mich echt FETT gemacht. Nelly hat das ganze dann nochmal neu gemacht und nun bin ich schlanker. Das gefällt mir schon besser, hehe.
In der Rest-Hour bin ich der Besitzer eines neuen Handys geworden. Ich habe jetzt Chantals altes Handy und meine Sim-Karte funktioniert sogar!!! Wuhuuuuu, das ist super. Ich habe zwar leider noch keine Kontakte auf dem Handy, da ich die von meinem Handy aus übertragen muss, aber das ja leider nicht mehr wirklich funktioniert. Es kann sein, dass ihr mir eure Handynummern noch einmal per email schicken müsst.
Ach ja, unsere Waldorfschüler sind angekommen. Felia ist für Amber und Marie ist für Orion. Wir haben sie am Abend auch gleich zu unserem Grillfest mitgenommen. Die Armen waren eine ganze Zeit lang unterwegs. Mit der Fähre. Mehr als 17 Stunden! Krass, oder? Aber dafür gibt es keine Gepäckbeschränkung.
Mal sehen wie das ganze wird. Ich hoffe, dass wir jetzt endlich mal wieder ein bisschen Ruhe im Haus haben werden, da ja alle wieder da sind. Aber Dat geht auch bald schon wieder in den Urlaub. Nach Deutschland. Für 10 Tage! Das ist echt schon ein bisschen nervig, wenn man sich die ganze Zeit um zwei Residents kümmern muss und irgendwie nie Zeit hat sich um den eigenen Resident zu kümmern. Das ist irgendwie nicht fair!
Ach ja, Cliff hat die Geschichten ausgedruckt und wir haben das Ganze mal ausgebreitet um zu sehen, wie es zusammen passt. Und das Ganze sieht einfach mal mega cool aus! Das ist so cool, ich hoffe wirklich wir bekommen die letzten zwei Geschichten am Mittwoch hin. Ich werde langsam hibbelig und etwas ungeduldig. Ich möchte endlich das Endprodukt in den Händen halten!!!!
Samstag
Gott sei Dank ist endlich Samstag!!! Ich habe jetzt zwar nicht länger geschlafen als unter der Woche und war auch schon wieder etwas zu spät, aber immerhin ist WOCHENENDE!!! Wir waren nach dem Frühstück erst einmal spazieren. Da es so krass warm war, haben wir uns am Fluss auf die Bänke gelegt und ich bin erst einmal schön eingeschlafen. Als wir zurück waren, haben wir erst einmal gekocht.
Ich habe aus Versehen unsere Tesco-Lieferung wieder weggeschickt, die aber dann doch irgendwie wieder zurück kam und hatte meine Hände in einem Hackfleisch-aufgeweichtem-Brot-Zwiebel-Gemisch. Die Fleischbällchen waren aber echt gut! Sie sahen gut aus und Luise meinte, sie schmecken wie daheim.
Danach waren wir Klavier spielen und dann habe ich mit einem unserer Residents Ball gespielt. Das Spiel war ganz cool… aber danach war mir krass warm und ich war eh den ganzen Tag so müde, dass ich danach auch wieder fast eingeschlafen bin.
Am Abend waren wir in Textiles und ich habe meine Teddys zusammen genäht. Bei dem einen fehlt jetzt noch ein Ohr, da mich das so aufgeregt hat, dass ich mich geweigert habe es anzunähen. Nelly hat eine schöne Mappe für ihre neuen Bleistifte genäht und Luise hat mir geholfen.
Danach sind wir zu Luise ins Zimmer und haben ganz lange und viel geredet. Nelly hat ja morgen Geburtstag und wir haben die Zeit bis dahin mit komischen Themen verbracht, dass wir kurz danach alle etwas deprimiert in unsere Zimmer gegangen sind. Nelly hat noch ihre Geschenke ausgepackt und ich habe ihr dabei zugesehen.
Ich muss sagen, ich freue mich extremst auf Morgen! Das wird super!!! Bis dahin, gute Nacht, hehe.
Ach ja, ich war meine Wäsche machen und hab meine getrockneten Handtücher unterm Arm, den fetten Wäschekorb in der anderen Hand und wollte dann die Türe öffnen. Also habe ich an dem Tür Knauf gezogen und halte diesen plötzlich in der Hand. Und auf der anderen Seite der Türe höre ich nur noch ein Klink und der gegenüberliegende Knauf lag auf dem Boden. Ich hab das dann alles da liegen lassen und bin einfach davon gelaufen. Luise hat mir dann erzählt, dass das bei ihr schon so war. Das ist gut so, da Cliff sowieso jedem erzählt, dass ich magische Kräfte hätte und alle Dinge kaputt machen würde. Ich habe apropos wieder etwas in Textiles kaputt gemacht. Ich durfte so eine komische Maschine benutzen und habe das alles erledigt, was erledigt werden musste und danach bin ich gegangen. Ich wusste nicht, dass da etwas kaputt ist. Hm… na ja, irgendwie war etwas kaputt, aber Chantal hat es gefixt, hehe.
Sonntag
Da meine Omi schon auf meinen Blog wartet, hihi, mache ich mal ein bisschen hinne. Kleine Planänderung. Unser Kinofilm ist dann leider doch nicht „The Great Gatsby“, aber dafür der zweite Star Trek-Film! Das ist auch ziemlich ziemlich cool! Um 5 Uhr geht es heute Abend los und ich bin so aufgeregt! Ich schreibe dann nächste Woche davon! Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Sonntag und bis bald!!! Ich hab euch lieb!!!
26.5.13 14:37


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