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Fast cars and a lot of babes!

Hallo ihr Lieben,
heute mal ein kurzer Blog. Nachdem die letzten so ausführlich waren und diese Woche sowieso nicht wirklich viel passiert ist, dachte ich mir, dass es heute eben mal etwas weniger informativ wird.
Ich habe an meinem Löwen endlich mal wieder weiter gearbeitet. Jetzt fehlt nur noch sein Körper, der wirklich ganz wenig ist, da man nur etwas die Brust sieht. Cliff hat mir enorm viel geholfen, aber die Bäume, bzw., den ganzen Hintergrund habe ich selber gemacht. Sieht jetzt gar nicht mal so schlecht aus… von weitem.
Bobs Buch hat auch wieder einige Fortschritte gemacht. Wir haben jetzt insgesamt 7 Geschichten. Mit Bildern, Text und Aufnahme. Cliff hat schon angefangen die Geschichten „Buch-fertig“ zu machen. Das sieht total cool aus. Es sieht richtig nach Bob aus. Ich bin richtig stolz auf das bisherige Ergebnis und freue mich auch, dass Cliff da wirklich so dahinter steckt und mir so viel hilft. Er hat mir gesagt, dass wir, wenn die nächsten 3 Geschichten fertig sind, das Buch fertig machen. Also die Seitengestaltung und dann wird das ganze an irgendeine Firma verschickt, die das ganze dann ausdruckt und bindet. Dann ist es ein richtiges Buch. Mit Hartcover. Da bin ich echt mal gespannt. Wir müssten ja noch ein Titelbild, also ein Cover erstellen. Das wird alles so toll. Und ich bekomme eine Ausgabe!!! Wuhuuuuuuuuuuuuuu!!!
Am Freitag hatte ich mal wieder Garden. Ich hatte das schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Als ich es das letzte Mal hatte, hat noch Louise den Garte geleitet. Die hat dann aber kurz nachdem ich „gegangen“ bin, aufgehört und dann kam John Robertson wieder. Der war mal Staff hier in Camphill, hatte aber einen Herzinfarkt und war dann für ein halbes Jahr oder so nicht da. Als er dann wieder kam, hat er den Garten übernommen, bis sie jemanden finden. Vor einem Monat oder ein bisschen mehr kam dann Russell. Er ist 30 und hat irgendwie schon sein eigenes Unternehmen gehabt oder so. Auf jeden Fall arbeitet er jetzt hier auf jeden Fall mal zur Unterstützung Johns. John hatte aber jetzt vor kurzem einen Unfall und wegen seines Herzinfarktes musste er im Krankenhaus zur Beobachtung bleiben.
Tja, Russell war am Freitag aber nicht im Garten sondern musste in Estate helfen. Irgendeine Firma, die in Stirling ganz groß ist und alles mögliche macht, so wie Lebensversicherungen etc.,  hat so ein „Freiwilligen-Tag“. Da kommen sie dann zu Camphill und arbeiten da einen ganzen Tag freiwillig. Und da musste Russell dann eben helfen, da er der „Gartenmensch“ ist und weiß, was zu tun ist. Dann wurde Chantal angerufen und gefragt, ob sie nicht einen Co-Worker abgeben kann, der im Garten hilft, da Russell nicht da ist. Anna und ich, wir waren beide nicht so scharf drauf, aber ich habe dann nachgegeben und habe dann letztendlich Martinez geholfen, der mit 4 Residents alleine war. Das war eigentlich ganz schön. Es war enorm warm, vorallem weil ich meinen Fleece anhatte. Tja, dann habe ich eben Martinez geholfen, unseren Residents geholfen, die Tea-Break vorbereitet, mich mit Martinez über Science-Fiction unterhalten und, ach ja, eins von Russells Geräten kaputt gemacht. Martinez hat mir versichert, dass das Metall vorher schon zu „überdehnt“ war etc., aber schuldig fühle ich mich trotzdem. Gott sei Dank, dass Russell keine Ahnung hat, wer „Leo“ ist, hehe. Tut mir Leid Russell!!!
Am Samstag war eigentlich ein echt schöner Tag. Bob, unser Staff, ist mit den anderen spazieren gefahren. Da einer unserer Residents nicht mitwollte, wir hatten nur 4, bin ich eben dageblieben und habe es mir gemütlich gemacht. Ich habe ein bisschen Hühnchen geschnippelt (iiiiiiihhh, ist das eklig!!!) und mich dann mit Saft vor den Fernseher gesetzt um Doctor Who zu schauen. Christina, Dannis Ex-Coworkerin, hat mich dann noch besucht, da sie auf Schicht in Orion war. Und wenig später waren die anderen wieder da und ich bin mit dem Resident, der dageblieben ist, ins Kino gegangen. Wir haben „Fast & Furious 6“ angesehen. Ich kannte die Filme davor leider nicht, aber irgendwie war es trotzdem möglich das ganze anzusehen. Und so schlecht war er gar nicht. Er war groß. Schnell, laut und wild. Aber irgendwie cool. Vor allem hat Michelle Rodriguez mitgespielt. Und die mag ich ziemlich. Eine kleine Notiz an meine Omi: Das ist die Schauspielerin, die den letzen Models bei Germany’s next Top Model ein bisschen Schauspielunterricht gegeben hat.
Tja und das wars.
Heute findet ein Community-Meal statt, wo alle Angestellten Spezialitäten aus ihrem eigenen Land kochen. Dat macht vietnamesische Frühlingsrollen, Nelly und Luise machen mit einer unserer Residents Schnitzel etc. Das ganze findet dann oben in der Galerie statt, da es draußen leider nicht schön genug ist.
Ich wünsche euch eine wunderschöne nächste Woche!!!

Liebe Grüße an alle meine „pals“!!!

PS: Zum Titel. Der Resident mit dem ich im Kino war hat mich am Ende gefragt, wie ich den Film fand. Und irgendwann meinte er nur noch so: "Leo, did you see all the hot babes?"
Hehe, jaja, die habe ich auch gesehen...
19.5.13 14:57


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87 Days and counting...

Montag
Ein ganz normaler Tag. Off am Morgen und arbeiten am Nachmittag. Ich hab Chantal meine Geschichte gestanden. Und ihr meine Narben gezeigt, hehe. Ich habe nämlich gestern Abend noch ein bisschen weiter an meinen Teddys gearbeitet, mit der anderen Maschine eben. Und während ich so arbeite, habe ich nicht bemerkt, dass ich meine Hand nach oben bewegt habe und plötzlich war mein Daumen zwischen einem Rädchen und der Maschine eingeklemmt. Vor lauter Schreck habe ich das Pedal losgelassen und dann war mein Daumen in der Klemme. Als ich noch einmal auf das Pedal gedrückt habe, ging das Rädchen wieder runter und ich konnte meinen Daumen befreien. Aber AUTSCH! Das tat echt weh. Jetzt habe ich einen Riss im Finger, der leicht arg brennt und weh tut. Vor allem beim Duschen.
Na ja… wird ja alles wieder gut. Luise und ich sind abends in den Co-Worker-Raum um die Straßen rauszusuchen, die wir wissen müssen für unseren London Aufenthalt. Morgen Abend geht es los. Ich sitze im Moment in meinem Zimmer, kann leider nicht fertig packen, da viele meiner Klamotten noch nass sind und zum Trocknen hier in meinem Zimmer hängen. Aber ich habe mal alles rausgelegt und werde es dann morgen fertig wegpacken. Ich bin echt schon aufgeregt. Ich hoffe alles klappt, wie wir uns das vorgestellt haben…
Dienstag
Heute Morgen hatten wir ein Gespräch mit Elaine bevor wir zu unseren Workshops gegangen sind. Als ich dann vor Pottery stand und da niemand war dachte ich mir nur: „Oh nöööö… ich bin ja ganz alleine!“.
Dann habe ich mich auf die Suche nach meinem Workshop gemacht. Dazu bin ich erst mal zu Craft, da meistens dort die „vermissten“ Workshops landen. Cliff hat gerade mit Chantal telefoniert, da die schon Luise vermisst hat. Also habe ich ihn dann gefragt, wo mein Workshop ist und er meinte, dass zwei Students hier sind. Zwei sind im Urlaub, einer im Krankenhaus, der Lynsey krank und Susan nicht da. Als ich ihm dann noch gesagt habe, dass eine der Students die hier in Craft sein sollte nicht kommt, waren es dann tatsächlich ein ganzer Student und ich in Craft. Also natürlich mehr, aber wir waren die einzigen von Pottery. Wir haben dann zusammen Gartenfackeln gemacht und dann war das ganze auch schon vorbei.
In Woodwork habe ich dann Bob wieder mal mit seinem Elefanten geholfen. Wir sind wieder ein gutes Stück weiter gekommen. Einer der anderen Day-Students, die in dem Dienstag-Nachmittags-Workshop arbeiten hat mir ein Bild gemalt. Allan Murray, der Fotograf hat doch Bilder von mir gemacht für Nellys „Gemälde“. Dieses Bild liegt jetzt eben in Craft rum und jeder kann es sehen. Da hat sich der Day Student dann wohl gedacht: Ich mal die mal.
Jetzt habe ich ein Bild von mir in meinem Zimmer hängen. Und es sieht total schön aus! Echt, er hat mich nicht schlecht gemalt. Mein Name steht auch noch darüber, aber man kann mich sehr gut erkennen. Spätestens wenn man das T-Shirt mit Homer Simpson drauf sieht. Hehe, das sieht schon irgendwie witzig aus. Hat er echt super gemacht!!!
Luise und ich hatten dann abends etwas früher aus, da es für uns jetzt hieß: Fertig packen, LONDON WARTET!!!
Karin hat uns einen Lift gegeben und wir haben dann noch schnell ein bisschen Proviant bei Tesco gekauft, bevor wir mit dem Zug nach Glasgow gefahren sind um dort den 23.55 Uhr Megabus zu erwischen. Auf uns wartet eine (mindestens) 9 Stunden Busfahrt. In einem normal Bus, kein Nachtbus. Den haben wir aber davor noch gesehen und der war ja mal ultra cool! Da sind dann tatsächlich Betten drin.
Mittwoch:
Nachdem wir dann irgendwann in London angekommen waren, haben wir nach einer Möglichkeit gesucht unser Gepäck abzugeben. Da wir nicht gleich in unser Hostel gehen konnten und eh nicht sicher waren, ob das mit dem Hostel klappt, sind wir zum Bahnhof gelaufen und haben dort unser Gepäck abgegeben. Danach haben wir überlegt, was wir denn jetzt als erstes machen wollen.
Wir haben dann entschieden, dass wir uns ein Tagesticket kaufen und losziehen. Unsere erste Anlaufstelle war der Bahnhof King’s Cross. Dort haben wir uns erst mal den Harry Potter Laden angesehen. Der war schon ziemlich cool. Mit den ganzen Zauberstäben von Harry, Ron, Hermine, Dumbledor, Neville, Ginny etc. Da hat man sich schon irgendwie komisch gefühlt, vor allem wenn man raus kam und all die Touristen unbedingt einen Photo von sich und dem halben Einkaufswagen der in der Wand steckt haben wollten. 90 Prozent natürlich mit dem Gryffindor- Schal. Luise ist zwar anderer Meinung, aber ich fand wir beide wären gute Hufflepuffs. Eigentlich ja nicht, Hufflepuff sind nämlich die „unwichtigen Nebencharaktere“, außer Cedric Diggory, aber der Name ist einfach mal mega süß. Um ihr dann auch noch richtig schön auf die Nerven zu gehen, bin ich ihr hinterher gelaufen und habe die Hogwarts-Melody gesungen. Mit dem Text: „Hufflepuff, Hufflepuff, Huff Huff Hufflepuff, Huff Huff Huff Huff Huff, Huff Huff Huffelpuff!“ Hehe. Ich glaube sie fand das nach einer Weile nicht mehr witzig.
Danach sind wir zum Earl’s Court gefahren um die Tardis zu sehen. Die war auch tatsächlich aus Holz, nicht wie die in Glasgow. Es haben zwar ein paar Details gefehlt, aber alles in allem sah sie ziemlich cool aus. Wir haben ein Photo gemacht und sind dann auch wieder zurück gefahren um unser Gepäck abzuholen und zum Hostel zu fahren.
Als wir unser Gepäck hatten, sind wir los zum Hostel. Wir haben es auch relativ schnell gefunden und die Lage war echt nicht schlecht! Drinnen angekommen haben wir dann auch tatsächlich den Schlüssel für unser Zimmer („Zimmer B&ldquo bekommen und haben uns dann durch das Hostel auf den Weg gemacht. Das war total witzig. Uns wurde gesagt, haltet euch an die gelben Türen. Also sind wir los, Leo vorne draus und sind so oft um irgendwelche Ecken gegangen und irgendwelche Türen, das ich schon Angst hatte nie wieder hier heraus zu kommen.
Unser Zimmer war echt super. Klein, mit Stockbett, zwei Stühlen, einem Bild von Paris, einem Fernseher und einem Nachtschränkchen. Unser Ausblick war atemberaubend. Wir hatten eine wunderschöne Wand vor unserem Fenster mit einer wunderschönen Straßenlaterne. Wenn man nach oben sieht und sich geschickt anstellt, konnte man sogar Wand sehen. Leider nicht so schön war der kleine Fetzen Himmel, der den Ausblick ein wenig getrübt hat.
Ne, alles in allem war es super! Der Ausblick war auch nicht wichtig, wir wollten nur schlafen, nach der hässlichen Busfahrt die kein Ende nehmen wollte. Die Betten waren ganz ok, sie haben gequietscht und waren etwas hart, aber wir haben geschlafen wie Babys.
Nachdem wir unser Gepäck abgestellt haben und ich geduscht und mir umgezogen hatte sind wir wieder los. Zur Westminster Bridge. Dort findet man nämlich das im September eröffnete Dungeon. Wir haben also ein paar Bilder vom London Eye gemacht, der Bridge, Westminster Abbey und haben nachgesehen wann das Dungeon öffnet. Dann waren wir eine Waffel mit Sahne, Erdbeeren und Schokolade essen und dann haben wir uns auch schon auf den Weg nach Haymarket gemacht, wo wir am Abend nämlich ein Musical sehen wollten.
Als wir dort angekommen sind, haben wir unsere Karten abgeholt für die Plätze C7 und C8 im Royal Circle abgeholt und haben uns noch total aufgeregt ein Programm geholt. Das hat Luise dann mal durchgelesen, während ich auf der Toilette war. Und als ich zurück kam hat sie mir gleich erzählt: Da spielt einer aus Doctor Who mit!!!
Aber jetzt erst mal: Als wir unsere Reise geplant hatten war uns klar, ein Musical MUSS sein. Also saßen wir zusammen vor dem Laptop und haben uns Musicals angesehen und die Bewertungen dazu gelesen. Am meisten hat uns „Phantom of the opera“ überzeugt. Also haben wir gesagt: „Das sehen wir uns an!“ Ich habe im Voraus schon einmal nachgesehen, ob ich irgendeinen der Darsteller kenne. Habe ich aber nicht.
Erst als Luise das Programm gelesen hat und die Lebensläufe der 3 Hauptdarsteller hat „Doctor Who“ wieder einmal zugeschlagen. Der Schauspieler Simon Thomas, im Musical die Figur Raoul, hat in den letzten zwei Folgen von David Tennant „The end of time“ den Butler der Naysmiths, Mr. Danes, gespielt. Keine große Rolle, auch eher etwas unsympathisch, da er für das falsche Team spielt, aber an sich irgendwie, na ja… cool.
Als wir dann auch da so saßen und das Musical mit der berühmten Versteigerung des Spielaffens und des Chandeliers beginnt, kommen mir doch tatsächlich die Tränen von dieser wunderschönen Inszenierung! Wir waren zwar beide müde, haben aber durchgehalten und eine fantastische Aufführung gesehen. Das ging von der Verzierung des Bühnenrands (Nackte Frauen, die von Monstern befingert werden) über den Kronleuchter und die Treppe des Maskenballs bis hin zur Grotte des Phantoms. Die Liebe zum Detail und die vielen Überraschungen, die einen erwartet haben, haben diesen Abend einfach unvergesslich gemacht!
Ich habe später auch noch rausgefunden, dass Simon Thomas, Raoul, auch Tarzan gespielt hat und es davon auch eine Aufnahme gibt. Der sah schon nicht schlecht aus. Mit seinen coolen Dread Locks und der enorm guten deutschen Aussprache! Da fällt mir ein, das wäre doch mal eine Rolle für meinen besten Sebbs!!!
Donnerstag
Die Nacht haben wir gut in unseren Betten verbracht. Die waren echt super und am Morgen haben wir dann auch das Frühstück sausen lassen um noch länger liegen bleiben zu können. Irgendwann um 9 Uhr mussten wir dann aufstehen, da wir um 10 Uhr wieder auschecken mussten. Luise hat also geduscht und ich habe meine Sachen gepackt. Wir haben das Hostel dann mit etwas mehr Gepäckverlassen, da wir die Handtücher mitgehen lassen haben, die irgendwie cool waren. Wir wollten das Bild auch mitnehmen, haben uns dann aber dagegen entschieden, da es erstens nicht London war und zweitens einfach mal mega zu groß!!!
Wir haben unsere Sachen dann also wieder am Bahnhof abgegeben, haben gefrühstückt und uns wieder ein Tagesticket geholt. Dieses Mal nicht nur für Zone 1 sondern für Zone 1-4, da der Doctor Who Shop, den wir sehen wollten in Zone 3 lag. Aber zuerst haben wir die Dungeons besucht. Wir haben gut eine Stunde damit verbracht zu warten endlich reinzukommen. Am Eingang habe ich dann auch noch schnell Luise geköpft und wir sind dann letztendlich dazu verdammt worden umgebracht zu werden, da Luise eine Mörderin war und ich ein Verschwörer. Das haben zumindest unsere Eintrittskarten gesagt.
Wir „Traitors“ wurden dann auch schon ganz nett begrüßt und ich einen kleinen Aufzug verfrachtet, der uns tief in die Gemäuer des Gefängnisses gebracht hat. Plötzlich rüttelte der ganze Raum und ich falle fast um. Zu meinem Glück und gleichzeitigem Pech war plötzlich eine Hand an meinem Arm, die mich gezwungen hat stehen zu bleiben. Die Hand, besser gesagt die Klaue (man, waren das Fingernägel!) gehörte einer kleinen Inderin, die total verängstigt nur noch meinen Arm als Halt in ihrem Leben sah, hehe. Das war schon cool. Ein kleines bisschen schmerzhaft, aber cool.
Wir wurden dann also von Station zu Station begleitet. Petra, eine der Besucher wurde dann auserwählt einen Brief weiter zu geben. Dieser kam aber leider zu spät für unsere Rettung und wir wurden noch weiter geschubst. Irgendwann waren wir in einem Raum mit einem Mann der uns jegliche Foltermethoden aufzeigte. Jeder stand mal vorne und mal hinten, da die Türen mal hinten, mal vorne oder mal an der Seite waren. In dem Folterraum traf es dann drei Leute auf einmal. Ein Junge im Alter von circa 12 Jahren wurde in eine Zelle gesperrt. Er hatte dann aber Glück und wurde wenig später durch einen Schauspieler ersetzt, der dann da noch schön gerüttelt hat. Die dritte Person hat es wohl am schlechtesten getroffen. Sie wurde auf einen Stuhl gesetzt und ihr wurden jegliche Folterinstrumente vorgezeigt. Der Mann sah zwar nicht sehr verschüchtert aus, hat sich aber doch leicht unwohl gefühlt.
Die zweite Person war… drei Mal dürft ihr raten: Jap, ich. Ich stand zu weit vorne und der Typ hat mich gefragt: „Lügst du?“. Ich habe überlegt wie ich jetzt antworten soll und war kurz davor „Ja“ zu sagen, als er mich auch schon angeschrieben hat: „FALSCH!“ Und dann musste ich mich auf einen Stuhl in einer Zelle zu seiner Seite setzen. Während ich dann kichernd meine Hände hilfesuchend nach Luise ausgestreckt habe wurde eben das dritte Opfer ausgesucht und die Folterinstrumente vorgestellt. Er hielt ein Instrument hoch und plötzlich kippte mein Stuhl leicht nach hinten. Bevor ich kapiert habe, was passiert ist, hat er mich schon wieder angeschrien ich sollte doch meine Klappe halten. Das tat mir im Nachhinein etwas Leid, dass ich nicht geschrien habe, dadurch hat sein Auftritt nicht so gut gewirkt.
Tja, wie dem auch sei. Wir waren dann auch noch beim Arzt, der uns über die Pest aufgeklärt hat und an einem Besucher seine Versuche ausprobiert hat. Das war super, da wir alle saßen und er irgendwann meinte die Blutegel seien entlaufen und wir sollten keine Angst haben, die wären hier schon irgendwo. Da fing es dann auch an, dass sich etwas unter unseren Hintern bewegt hat. Und plötzlich gingen die Lichter aus und wieder an und jedes Mal stand der Doktor woanders, dem Publikum richtig nahe. Wir hatten eine Gruppe von Pakistanern bei uns, und die eine von denen hat einfach mal immer geschrien oder sich an ihrem Partner festgekrallt, das war schon enorm witzig, etwas anstrengend, aber witzig.
Wir wurden dann noch weitergeführt, bekamen eine Rasur von Sweeny Todd und waren im Lokal in dem sich die Opfer von Jack the Ripper vorher trafen. Dort spukte es ein wenig und später wurde ich dafür verantwortlich gemacht, dass ein Regal kaputt gegangen ist. Ich habe mich nur höflich entschuldigt und bin weiter um in einen Gerichtssaal zu kommen, in dem gleich 3 Leute verurteilt wurden. Zwei der Norweger wurden verurteilt, einer davon wegen Ziegenraubes. Und ein Pakistaner wurde nicht mal wirklich angehört. Da hieß es: „Wo kommst du her?“, er antwortet „Pakistan!“ und das Urteil lautete „Schuldig!“.
Am Ende wurden wir dann zum Hängen verurteilt. Wir setzten uns also auf die Stühle, die dem Donnerbalken aus Tripsdrill ähnlich sehen, und werden gehängt. Und am Ende befanden wir uns im Souvenir-Laden, wo ich mir einen Flummi gekauft habe,  in Form eines Auges. Nicht für mich, aber für JinHo, da er etwa saus London haben wollte. Für nur einen Pfunde. Er hat sich auch mega gefreut. Das war echt cool!
Also wir rauskamen war der ganze Boden nass. Es hatte in den zwei Stunden die wir drinnen waren einfach mal mega geschüttet. Das war so cool, da wir super Wetter hatten! Die ganze Zeit. Sonnenschein, etwas windig und KEIN Regen. Zumindest nicht dann, wenn wir draußen waren.
Wir sind dann los um den Doctor-Who Laden zu finden. Das hat etwas gedauert, aber als wir ihn dann gefunden haben, war die Freude groß! Er war klein, aber fein. T-Shirts, Tassen, Comics, Bücher, Audio-CDs der verlorenen Episoden, DVDs, Figuren, Decken, Schlüsselanhänger, etc. ALLES, was man wollte. Sogar den Schal von Tom Baker, dem 4. Doctor. Leider für 45 Pfund oder so, aber der passt auch 100 Mal um den Hals.
Das ist der einzige Doctor Who Shop den es gibt. Man kann ihn auch online finden. Und ich glaube da kommt auch meine Tardis-Keks-Dose her, oder Svenja? Ich habe die nämlich dort gesehen. Das war wirklich wunderschön. Es gab sogar Autogrammkarten von Elisabeth Sladen, die leider verstorben ist, und anderen Doctor Who Schauspielern. So schön.
Das nicht so schöne kam dann danach, als wir zurück wollten. Wir wollten nicht denselben Weg zurück und haben gesagt wir laufen bis zur nächsten Haltestelle. Tja, die war einfach mal 1 ¼ Meilen weg. Das aber auch erst, als wir schon eine halbe Stunde gelaufen sind. Wir mussten aufs Klo hatten Hunger und uns taten die Füße weh. Da haben wir leider Zeit verplempert und die Stadtrundfahrt, die wir in der Zeit die wir noch gehabt hätten machen wollten, musste dann leider abgesagt werden. Wir haben dann unsere Sachen geholt und sind los zur Busstation um zurückzufahren.
Die Rückfahrt war sogar noch schlimmer als die Hinfahrt! Wir saßen zwar ganz vorne, deswegen konnte mir nicht schlecht werden, aber ich habe immer gehofft, dass die Sitze neben uns frei werde und ich die beiden nehmen konnte. Da ich im Gang saß konnte ich mich kaum bewegen und Luise hatte es da am Fenster schon einfach. Als die Sitze dann endlich frei wurden, hatte ich mich schon erhoben um mich da hinzusetzen, als dann auch der Blödmann hinter uns sich auf die Sitze geworfen hat und ich die ganze Fahrt in einer unangenehmen Sitzhaltung nicht schlafen konnte und mir sein widerliches Nase-Hoch-Ziehen anhören durfte. Ich war kurz davor ihn einfach anzubrüllen er solle sich die Nase putzen oder sich woanders hinsetzen, habe es dann aber doch nicht fertig gebracht sondern war einfach nur mega müde als wir in Glasgow morgens um 5 Uhr ankamen.
Freitag
Wir haben uns dann auch dagegen entschieden noch ewig in Glasgow zu bleiben und sind gleich nach Stirling gefahren, haben da noch ein paar Einkäufe erledigt und waren dann auch wieder in Stirling. In unseren Zimmer. Wir konnten beide nicht schlafen aber das war ok, da wir den ganzen Tag frei hatten und es sowieso zum Wochenende hinging.
Am Abend war dann noch Jeongs Leaving-Party, da der Gute wieder nach Korea zurück fährt. Das war ein bisschen traurig, da er einer der ersten Personen war, mit denen ich Zeit verbracht habe. Er war in letzter Zeit etwas komisch und hat sich dadurch keine Freunde gemacht, trotzdem ist es ein bisschen traurig.
Samstag
Tja, der Tag verlief relativ schnell. Es ist Wochenende. Wir waren spazieren, Luise und Nelly haben dann gekocht und ich wollte Seabiscuit ansehen, wurde dann aber von Linden zum einkaufen mitgenommen und hatte mit Linden ein paar schöne Stunden.
Einer meiner Lieblingsresidents kommt aus Linden. Ich habe mit ihm zusammen Woodwork und Fine und Jani, ihr müsstet ihn kennen. Ihr seid mit ihm zusammen zurück nach Camphill gefahren. Er hat dann auch wieder seine Selbstgespräche geführt und irgendwie davon geredet, dass wir uns nächste Woche in Woodwork sehen werden.
Das hat sich dann ungefähr so angehört: „I’ll see you in Woodwork.
With the elephant man (Bob). The elephant man and Leo. They’re working together on the elephant. And I’ll see her and the elephant man. There will be me and you, and, and myself!”
Das war so cool. Ach ich mag ihn wirklich total! Er ist es mir auch wert, das Mittagessen zu verpassen. Als ich zurück kam gab es dann auch einfach mal nichts mehr. Ich habe dann das bisschen, das sie aufgehoben haben gegessen und dann habe ich mir einen mega Cracker gemacht. Der sah so aus:
Cream Cracker mit Chocolate Spread und Banane, darauf wieder dasselbe und zum Abschluss ein Cream Cracker. Und das Tolle war, dass das Ding nicht auseinander gefallen ist. JEIIIII! Ich bin der Meister!
Am Abed haben Luise und ich „The Impossible“ gesehen und dann sind wir auch beide schlafen gegangen.
Sonntag
Ich habe bis 11 Uhr im Bett gelegen, dann 3 Schüsseln „Fruit Fibre“ gegessen und dann war ich im Co-Worker-Raum. Und bin es immer noch. Ich schäme mich dafür, aber mittlerweile ist es 17:21 und ich war nicht mal auf der Toilette zwischendrin. Oh man, ich brauch mal einen Ölwechsel!!!
Wir sehen uns nächste Woche ihr Lieben!

PS: Alles alles Gute zum Mama-Tag!!! Ich wünsch allen Müttern einen wunderschönen Tag. Ihr seid Hammer! Aber eines muss ich euch allen sagen, es tut mir Leid für euch, aber niemand kommt an meine Mama ran!
Meine Mama ist die BESTE Mama in der Welt. Sie ist meine Big Mama und wird für immer meine Big Mama bleiben. Und wenn wir uns wieder sehen gibt es von der Big Mama eine Big-Ich-Hab-Dich-Vermiss-Umarmung und die Big Leo wird ihrer Big Mama eine Big-Ich-Liebe-Dich-Über-Alles-Umarmung geben und das ganze wird von Big Tränen begleitet. Und dann werden Big Mama, Big Leo und Big Rainy einen Big Urlaub machen und eine Big Big Mega Zeit verbringen!!!!

MUM, ALLES ALLES GUTE ZUM BIG MAMA TAG!!!! ICH LIEBE DIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIICH!

12.5.13 18:22


Keyless...

Montag
Absoluter Gammel Morgen! Ich lag in meinem Bett, habe Doctor-Who Folgen gesehen und bin erst um 12 Uhr aufgestanden um mir in der Bäckerei ein Brötchen zu holen. Danach war ich dann mehr oder weniger „beschäftigt“.
Am Nachmittag war Textiles angesagt. Ich habe wie üblich mit „meinem“ Montag-Nachmittag-Textiles-Day-Student zusammengearbeitet. Da wir jetzt schon bald Mai haben, meinte Shawni, dass wir auch gerne wieder etwas für den Textiles-Workshop machen können anstatt wieder ein eigenes Projekt anzufangen. Da meine Projekte entweder vollendet sind, oder durch fehlendes Material nicht machbar sind habe ich mir überlegt, was man den machen kann. Da ich erst einmal ein bisschen Abstand vom Sticken haben möchte, habe ich mir überlegt ich mache einen Teddybär. Die verkaufen sich auch immer echt gut auf dem Advents-Sale.
Also habe ich mich am Abend dann in Textiles reingesetzt und angefangen. Ich habe einen wunderschönen Blumenstoff gefunden, der mehr oder weniger durch lila dominiert wird und habe die Arme, die Beine und den Körper angefertigt. Der Kopf ist etwas schwieriger, da habe ich mich nicht alleine ran getraut. Und auch die Ohren waren mir etwas zu schwierig. Während ich da so genäht und gefüllt habe, hat Karin aus Tourmalin am Computer studiert und wir haben uns ganz nett unterhalten, auch über Residents und deren „Vorgeschichte“.
Ach ja, ich war noch schnell oben bei Jana, da sie am Dienstag nach Hause fährt. Ich habe mich nicht richtig von ihr verabschiedet, da Anika nicht wollte, dass Jana die ganze Nacht dann heult. Als ich von Textiles zurück kam hatte ich einen Brief an meiner Türe hängen. Ein Abschiedsbrief von Jana. Und des war so mega süß! Ich wollte wirklich nicht, dass der Dienstag kommt.
Dienstag
Tja und dann war der Dienstag doch da. Ich war mit meinem Resident in der Morning Gathering und da ich keinen Platz hatte zum Sitzen, stand ich neben ihr und hatte so eben einen guten Blick auf Jana, die schon unter Tränen auf ihrem Stuhl saß. Da musste ich dann auch anfangen zu heulen und konnte nicht singen geschweige denn sprechen ohne albern zu klingen. Als Greg dann auch noch meinte, dass heute ein sehr trauriger Tag ist, ist mein Damm endgültig gebrochen. Mein Resident und ich sind dann noch zusammen vor, dass ich Jana nochmal in den Arm nehmen kann und ich habe unter Tränen ihre Fragen beantwortet. Und als sie gesehen hat, dass ich weine, hat sie mich in den Arm genommen. Und das süße ist, sie geht mir ungefähr bis zur Schulter und das sah so süß aus und ich bin ihr auch wirklich dankbar, dass, trotz der harten Zeit die sie mir gibt, wir ein gutes Team sind!!! Ich habe Jana dann auch noch einmal fett umarmt und wir haben uns beide einfach nur angeheult, was aber mehr gesagt hat, als alle Worte!
Ich hab dann auch noch eine schöne Umarmung von Lynsey bekommen und kurz darauf auch eine von einem Resident aus Orion. Ich wurde in Pottery dann abgelenkt und es war echt schön, da wir während der Tea-Break auch draußen sitzen konnten in der Sonne. Das war echt super. Und Susan hat mit uns die neuen Gartenmöbel ausgesucht. Eigentlich hat Pottery keinen Garten, aber da wir ja Baustellen haben wurden Zäune aufgestellt und so ist ein kleiner Vorgarten für Pottery entstanden. Das sieht total süß aus.
In der Mittagspause habe ich Shawni besucht. Ich habe ihr meine Teddy-Körperteile gezeigt und sie war beeindruckt und hat mich zu ihrem Assistenten ernannt, hehe. Tja, das wäre echt super, wenn das funktionieren würde. Dann hat sie mir gezeigt, wie ich weiter mache und wir haben noch ein bisschen geredet als auch schon Cliff reinkam. Irgendwann sind wir dann aber alle wieder gegangen und Chantal hat sich ganz süß bei mir bedankt. Das lag vermutlich auch daran, dass ich gestern noch ihre Geschirrtücher gewaschen habe, da sie sonst keine mehr hätte. Und Karin hat ihr verraten, dass ich das war.
Am Nachmittag bin ich dann zu Woodwork getrottet und wurde ganz herzlich von Greg begrüßt, der mir auf seine ultra nette Art und Weise gesagt hat, dass es so gut tut mich zu sehen. Ich habe am Ende der Stunde dann auch noch ein Lob bekommen, dass ich so „incredible“ wäre. Aber das witzige ist, dass Greg das vermutlich zu jedem sagt. Er lobt uns immer und hinter unserem Rücken beschwert er sich bei Cliff, dass er uns haben kann, da wir in Woodwork ja eh nur über Make-Up sprechen. Hahaha, da haut es mich fast vom Stuhl. ICH und Make-Up! Das ist der Witz des Jahres. Ich trage ja immer so viel, ne?!!
Am Abend war ich dann noch mit meinem Resident und unserer „Laber Tasche“ spazieren, was echt schön war, da das Wetter so super ist und wir auch ein schönes Tempo drauf hatten. Außerdem hatte mein Resident aber einen BROCKEN von Stein in meinem Brett, da sie heute morgen so süß zu mir war und mich getröstet hat.
Nach der Arbeit waren Luise, Nelly und ich joggen. Die richtig schöne lange Runde, vorbei an Jamies Haus, die entgegengesetzte Richtung von Doune und am See entlang zurück. Ich habe kein einziges Mal eine Pause gemacht. Wir sind die ganze Strecke in ungefähr einer halben Stunde gelaufen. Wie viel Kilometer das sind, weiß ich nicht. Ich werde Luise morgen mal fragen. Aber das war schon enorm anstrengend. Nelly kam auch 8 Minuten später als Luise und ich und hat viele Pausen gemacht, da sie Asthma hat. Ich muss sagen, sie hat sich danach für ein paar Minuten echt nicht gut angehört. Das war schon leicht gruselig.
In der Nacht *hust* war ich wieder in Textiles, nachdem ich lange und schön geduscht habe. Ich habe die Zeit, die ich auf meine Wäsche warten musste genutzt um die Ohren und den Kopf des Teddys zu vollenden. Ich muss die Sachen jetzt nur noch zusammennähen, dann bin ich fertig. Dann habe ich meinen eigenen süßen Teddy gemacht, dessen Kopf zwar echt (laut Karin, die auch wieder da war) Herzchen förmig aussieht, aber er hat dann ja wenigstens Charakter, hehe. Ach, der gute Teddy. Ich muss ihm, oder ihr noch einen Namen geben. Ich tendiere eher dazu, dass es ein weiblicher Teddy ist. Ich glaube ich werde sie Kathy nennen. Die etwas englischere Version von „Käthe“. Ich meine, der Teddy ist lila mit Blümchen! Der ist einfach mal ultra cool!!!!
Mittwoch
MAYDAY!!! Yeahhh… das heißt wir tanzen um einen Baum herum und haben danach eine supertolle Tea-Break. SPITZE!!! Tja, leider hat das Wetter nicht ganz so mitgespielt, wie wir es wollten und so haben wir dann doch in der Bibliothek getanzt und danach eine schöne Tea-Break gehabt. Das Tanzen hat wieder mal super Spaß gemacht! Der schottische Tanz nennt sich „Ceilidh“ ausgesprochen wie Kylie Minogue, aber ohne Minogue. Das ist gälisch. Wofür genau das steht weiß ich auch nicht. Vielleicht für „Tanz“ oder so etwas.
Kate, Andrea und einer der Day-Students haben für die Musik gesorgt. Ach und Mike, der saß am Klavier. Jocelyn hat sich darum gekümmert, dass wir die Tanzschritte beisammenhaben und nicht wild durcheinander rennen. Was aber nicht funktioniert hat. Meine Tanzpartner waren „Bob“ und ein anderer Day-Student, den ich in Woodwork sehe und beides waren absolute Schlaftabletten. Bei der Valentinsdisco war das etwas anderes, da die Musik fetziger war, aber die schottischen Tänze sind nun mal eben nicht so. Dafür war es dann auch schön Geschichten von verschiedenen Hochzeiten zu hören. Das war eigentlich immer dieselbe Geschichte, die sich auf allen Hochzeiten wiederholt hat. Bei irgendeinem der Lieder hat Chantal zum Beispiel erzählt, dass sie sich beim Tanzen das Kleid zerrissen hat. Und so ging das dann weiter.
Das Ganze wurde dann am Ende von einer Tea-Break abgeschlossen, bei der es super leckeren Schokokuchen gab. Unser Day-Student (aus Amber) hat ganz toll erst mal meinen Kuchen angefasst, da er noch mehr wollte. Das war echt nicht witzig, vor allem als Cliff mir dann erzählt hat, wo diese Hand vorher war. Um das kurz zu ergänzen, er hat mir das erzählt NACHDEM ich den Kuchen gegessen hatte, da ich mir dachte: „War ja nur sein Finger und ich stehe bestimmt nicht nochmal auf um mir eine neues Stück zu holen, da es vermutlich keine Kuchenstücke mit Smarties mehr gibt!!! PAH, ich esse das jetzt!“
Passiert. Sterben werde ich nicht. Sieht man ja. Oder liest man, wie dem auch sei. Am Abend war Angela unser Hausbefriender zum Essen, was echt immer toll ist, da es dann wieder leckeres zum Essen gibt und Angela eine supertolle Bäckerin ist und meistens was tolles bäckt. Dieses Mal zwar leider nicht. Obwohl, eigentlich hat sie gebacken, aber für ihren Nachbarn zum Geburtstag. Wir haben dann kleine Schokokuchen aus der Dose bekommen. Mit bunten Streuseln. Das war aber auch voll in Ordnung. Jammi!!!
Ach ja, ich habe eine Gartenfackel gemacht in Craft. Und die sieht total toll aus. Die anderen sind noch so hubbelig, aber meine ist total schön rund. Sie ist grün. Also richtig schön grün! Und sieht sogar besser aus als die von Anna, die pink ist und aussieht wie ein… männliches… etwas, hehe. Und Anna ist Meister im Kerzen machen. BABÄÄÄÄÄM!
Bob und ich sind auch wieder weiter gekommen mit seinen Geschichten. Wir haben jetzt vermutlich die Hälfte und Cliff und ich saßen auch schon mal dran um zu sehen wie wir das Ganze dann gestalten könnten und wie das Buch eben aussehen könnte. Das wird echt witzig glaube ich. Cliff lacht immer Tränen wenn er Bobs Geschichten liest und vor allem wenn er sie anhört.
Ach Bob, in letzter Zeit spricht er mich immer wieder mit „Christina“ an. Und wenn ich dann sage, dass ich so nicht heiße, dann geht er alle Namen durch, die er kennt: „Debbie, Wina, Christina, InHye, Debbie, Christina, Wina, Wina…“ etc. Irgendwann kommt er dann drauf und dann sagt er erst mal so (jetzt auf die Satzzeichen achten!): „Weo the wion? Wio the wion! Weo the wion! Weo the wion!! Wio the wion!!!” Und dann redet er weiter. Ach man, der ist so cool! Ich möchte den mit nach Hause nehmen, ich brauche ihn!!!
Donnerstag
Wir, das heißt Lynsey, Anna und ich, waren heute alleine in Pottery. Also natürlich waren unsere Residents auch da, aber Susan war nicht da. Sie musste zu einem Training. Sie hat uns Sachen zum Arbeiten da gelassen und nachdem ich mir ein paar Magazine von „Country Living“ durchgesehen habe, habe ich zwei Eulen und ein Schwein aus Ton gemacht. Die sehen total niedlich aus. Lynsey hat einen kleinen Wald mit Pilzen und einer Spinne gemacht und einen Elefanten. Gabor hat mit unserem Nesthäkchen ein Auto gebastelt. Es hat dann ein kleines bisschen an Harry Potter erinnert. Die Szene, in der Ron und Harry in den Wald gehen um Aragog zu sehen, Hagrids Riesenspinne. Das Auto mit dem sie am Anfang des Buches einen Unfall hatten und das daraufhin verschwunden war, ist im Wald wieder aufgetaucht und hat die beiden gerettet.
Lynseys Pilz Wald war der Wald, meine beiden Eulen waren Harry und Ron, Gabors Auto war das Auto, mein Schwein war Fang (Hagrids Hund, den sie ja dabei hatten) und Lynseys Elefant war irgendwie außen vor. Armer Elefant!
Am Nachmittag hatte ich leider kein Textiles, da Chantal krank ist. Stattdessen sind wir zu Craft rüber und dort habe ich Kerzen gegossen und mich zum ersten Mal an „Angry Birds“ versucht. Ach übrigens. Mein Teddy ist fertig. Ich habe noch die Möglichkeit einen Schal zu machen. Aber das ist nur eine Überlegung. Vielleicht bleibt er auch einfach wie er ist. Er hat jetzt Augen, eine hässliche Nase und einen noch hässlicheren Mund. Da ich wieder lila Faden benutzt habe, kann man das aber alles nicht so gut sehen… puh!
Abends waren Gabor, unsere Autistin, unser Nesthäkchen und ich in der Bibliothek und haben Klavier gespielt. Ich habe Gabor dann einen ungarischen Tanz vorgespielt, den er sogar kannte aber leider nicht wusste wie er heißt. Dann hat er Bori angerufen, die heute Geburtstag hat und ich habe ihr „Nothing else matters“ vorgespielt. Das war so cool, da Gabor meinte es wäre eines ihrer Lieblingslieder. Aber irgendwie hat Bori nicht den Eindruck hinterlassen, dass sie das Lied großartig kennt, hehe. Aber ihr hat es gefallen. Und dann habe ich für den Orion-Resident, den Bori mitgebracht hat noch „I’m walking in the air“ von „The Snowman“ gespielt. Übrigens der gleiche Resident, der mir auch eine Umarmung gegeben hat, als ich weinen musste, da Jana wieder nach Hause gefahren ist.
Nach der Arbeit war ich dann noch bei Luise und habe mir etwas von ihrem und JinHos koreanischen Essen gemopst. Das war lecker. Leider mit Hühnchen, aber das Gemüse hat gut geschmeckt. Für meine Verhältnisse zwar etwas zu scharf, aber ich hatte auch keinen Reis dazu. Selbst für JinHo war es zu scharf, hihihi.
Freitag
Leider war Shawni immer noch krank, so konnte ich ihr den Teddy immer noch nicht zeigen und ihr Urteil erfahren. Stattdessen dachte ich mir, ich fange einen neuen an. Also habe ich meine Vorlagen rausgesucht und alles zum Nähen vorbereitet. Während ich so nähe, habe ich nicht daran gedacht, dass der Faden auch mal zur Neige gehen kann.
Als er dann zur Neige gegangen ist, habe ich das Ding ausgetauscht und wollte es wieder versuchen, habe mich aber nicht getraut. Also habe ich Nelly in Craft angerufen, da sie sich damit besser auskennt. Sie hat das ganze dann ausgetauscht und ich konnte weiter nähen. Na ja, irgendwie nicht. Der Faden ging immer wieder raus und Nelly musste das ganze von neuem bespannen. Irgendwann hat sie die untere Spule wieder rausgenommen und etwas Neues versucht. Nachdem sie es zurückgesteckt hat, meinte sie so: „Gut, jetzt versuche es noch einmal!“
Also habe ich es noch einmal versucht. Den Stoff hingelegt und das Pedal gedrückt. Auf einmal macht es einen ganz komischen Summton und die Nadel bewegt sich nicht mehr. Das Summen hört auch nicht auf, nachdem ich die Maschine ausgeschaltet habe. Also drücke ich auf den Aus-Schalter und plötzlich geht das Licht aus. Nicht nur in Textiles. Auch das Licht in der Laundry und das in unserem Recycling-Schuppen.
Debbie, die ich angerufen habe, damit sie mir hilft, hat rausgefunden, dass die Nadel zwischen der unteren Spule und der Maschine stecken geblieben ist, da die Spule nicht richtig reingedrückt wurde. Dabei wurde die Nadel verbogen, deswegen hat auch das Rad, das die Nadel nach oben zieht, nicht mehr funktioniert, da das ganze einfach feststeckte. Debbie hat dann alles aufgemacht und die Nadel irgendwie mit Druck lösen können. Cliff hat das Licht wieder angemacht und mir dann wieder seinen „Oh mein Gott, was ist das mit dir und der Technik?!“-Vortrag gehalten. Den hält er mir immer vor, wenn ich aus Versehen irgendwas an seinem Computer verstellt. Eigentlich wollte er mich schon von den Computern verbannen, da ich seine Arbeit schon einmal fast zerstört habe.
Na ja, das ganze war dann wieder ok, nur konnte ich leider immer noch nicht weiternähen. Aber dafür bin ich jetzt auf dem „Head of broken needles“ verewigt. Chantal hat einen Styroporkopf in dem lauter kaputte Nadeln stecken. Manche sind verbogen, manche gebrochen. Nelly und ich haben uns mit unserer verbogenen Nadel jetzt auch eingereiht, hehe.
Da wir am Abend wieder kein schönes Wetter hatten, durften wir wieder im „Haus“ bleiben. Also sind Gabor, Luise, unser Nesthäkchen und unsere Autistin wieder hoch um Klavier zu spielen. Also mit mir. Das war wirklich cool, da ich aus meinem früheren Kinderklavierheft das Stück „Indianer Pony Dance“ gefunden habe und vor allem unserem Nesthäkchen hat das so enorm gefallen. Er saß dran und hat geklatscht und getanzt, hehe. Das war echt cool!!!
Ach und ich war Lynsey und Debbie im Day-Service Raum besuchen. Ich dachte mir erst so: „Huch, warum sind hier denn so wenige Leute?“ als ich bemerkt habe, dass auf dem Sofa unsere kleine süße Künstlerin saß, mit der Nelly gestern gearbeitet hat und daneben lag ein blauer Pulli mit einer grauen Decke darüber. Den blauen Pulli kenne ich nur zu gut und mir ist ein ganz langes: „AWWWWWW!!!“ entfahren, als Lynsey meinte, das Bob ein Nickerchen macht, da er die ganze Woche schon so müde sei. Und auf dem Boden daneben war eine einzige rote Decke über einem Day-Student, der auf einem Sitz Sack lag. Dieser Day-Student läuft IMMER NUR auf den ZEHENSPITZEN! Und er macht immer ganz witzige Geräusche. Er hat auch da einfach mal nur gelacht und die Decke zurück geschlagen und „Ah. Ah. Ah. Ah.“ gerufen. Das war so süß!
Samstag
Der Morgen begann wieder in der Bibliothek. Ich bin zusammen mit meinem Resident Klavier spielen gegangen. Da Luise spazieren war, Gabor da war und unser Autist zu Hause ist, hatte ich ENDLICH mal wieder einen Samstag für mich und meinen Resident. Also habe ich ein bisschen Klavier geübt, während sie rum lief, sich meine Hefte angesehen hat, mich massiert hat, mir Küsse gegeben hat und immer mal wieder dazu gesungen und getanzt. Irgendwann kam dann auch Luise hoch und wir saßen noch für 15 Minuten dort um dann nach einer schönen Musikstunde den Schlussstrich zu ziehen und wieder zurück ins Haus zu gehen.
Dort haben wir dann gekocht. Es gab, WIEDER MAL, Ratatouille. Aber ein eigens kreiertes. Mit Pilzen, hehe. Es gibt nichts Besseres als lecker gewürzte angedünstete Pilze! SOOOOO SUPER!
Das Essen war dann auch echt nicht schlecht, obwohl es mega deprimierend ist zu kochen um dann wieder festzustellen, dass es umsonst ist, da die eine keinen Reis und keine Nudeln isst, die andere isst kein Gemüse etc. Dann muss man noch Kartoffelspalten und Chicken Nuggets in den Ofen schieben und letztendlich stellt man dann auch noch zur Krönung fest, dass die eigene Hausleiterin nicht mal das Selbstgemachte isst. Nie!
Ernsthaft, ich habe da mal drauf geachtet. Sie hat heute Reis und Chicken Nuggets gegessen. Trocken. Vielleicht mit etwas Chili-Soße aber mehr nicht. Unser Ratatouille wurde nicht mal eines Blickes gewürdigt. Und das ist immer so. Entweder sie isst überhaupt nichts oder einfach nur das, was vorher schon so war und nicht unser „Mix“ ist. Um ehrlich zu sein, es tut mir Leid, aber das nehme ich persönlich.
Tja, danach habe ich mich um die Wäsche gekümmert und mein Stickbild vollendet. Zur Wäsche, ich habe heute eigentlich echt fast alles alleine gemacht. Gabor war einmal kurz dabei und Irene hat den „Anfang“ gemacht, aber sonst war das alles ich. Und da unsere Lügen-Waschmaschinen mich gezwungen haben für 10 Minuten auf die versprochene „letzte Minute“ zu warten, habe ich auch dementsprechend viel Zeit in der Laundry verbracht. Und am Ende waren unsere Handtücher verbrannt. Denn es reicht ja nicht Waschmaschinen zu haben, die mitten im Hauptwaschgang sind und dir fett ins Gesicht lügen indem sie behaupten sie wären in einer Minute fertig, NEIN, man muss dazu natürlich noch Trockner haben, die alle paar Minuten anzeigen man müsse irgendwas austauschen oder die Türe checken, und dann die Wäsche verbrennen obwohl sie eigentlich einen Alarm dafür haben. Und dann ist die Wäsche immer noch klamm!
Die gab es bestimmt zusammen im Angebot: „Lügende Waschmaschine mit altersschwachem Trockner für nur 99 Penny“!!! Jei… das macht Spaß…
Na ja, wir hatten dann relativ zeitig aus und ich habe schön geduscht, festgestellt, dass ich unfähig bin einem Teddy alleine Arme und Beine anzunähen, und dann bin ich hoch zu Luise um endlich mal zu erfahren, was „Iron Man“ ist. 25 Minuten vor Schluss haben wir dann aber aufgehört, da wir beide Kopfweh hatten. Vor allem Luise. Tja, dann bin ich eben wieder ins Bett und habe meinen Blog geschrieben… Hallo!
Sonntag
Tja, also, ich war heute in Stirling, da ich noch ein paar Vorbereitungen treffen wollte bevor es nach London geht. Leider hat alles, was ich wollte nicht geklappt und dann kam auch noch der Höhepunkt mit einem Hammerschlag.
Um meine restliche Zeit zu vertreiben war ich bei HMV und habe ein paar DVDs angesehen. Als ich dann zwei gefunden habe, wollte ich sie bezahlen und habe festgestellt, dass mein Geldbeutel nicht mehr in der Tasche ist. Einem Herzinfarkt nahe bin ich den Weg den ich gekommen bin wieder zurück gelaufen und habe nach diesem Ding gesucht. Da ist nämlich ALLES drin!
Natürlich habe ich ihn nicht gefunden. Mit klopfendem Herzen habe ich dann einen Typ am Informationsschalter angesprochen, der mir dann netterweise geholfen hat und ich meinen Geldbeutel wieder zurück hatte. Tja, wieder ein Punkt mehr auf der Liste „Schlimme Dinge, dir mir in meinem Leben passiert sind“. Boah… NIE WIEDER!!!
Danach bin ich auch immer mit der Hand in der Jackentasche rumgelaufen, um zu sehen, dass er auch ja immer noch da ist. Hehe, war schon nicht so schön.
Dafür hatte ich dann um 2 Uhr ein leckeres Frühstück. Honey Nuts mit Milch und Pink-Lady Apfelsaft. Hmmmm… jammi!
Tja, jetzt sitze ich im Co-Worker-Raum. Da ich hier nicht so lange bleiben möchte, werde ich meine Sachen erledigen und dann gehe ich entweder zu Textiles oder spaziere ein bisschen herum. Wir haben nämlich relativ schönes Wetter. Es ist zwar windig und trüb, aber doch ganz schön warm. Man kann mit Pulli herumlaufen.
Ich wünsche euch eine schöne Woche! Bis zum nächsten Mal!

PS: Zum Titel, Zsolt hat uns allen den Bäckereischlüssen weggenommen, da zu viele Eier gefehlt haben etc. Das ist echt tragisch, da es nicht mal unser Fehler war. Nelly und ich haben lediglich unseren Schlüssel an alle ausgeliehen. Das hätten wir nicht machen sollen. Jetzt sitzen wir da, ohne richtiges Internet und ohne Telefon. Ist vielleicht aber auch besser so. Das Ganze ist einfach echt ausgeartet! Er hatte 60 Eier und später waren einfach mal nur noch 6 Eier übrig! Nett, oder? Da verstehe ich ihn total gut!

5.5.13 16:31


Hm... Pasta squares

Montag
Morgens waren Nelly und ich zusammen in Stirling. Wir waren beide 18, bzw. sind es immer noch, als wir unsere Young Scot Card bestellt haben. Deswegen ist unsere etwas anders als die der anderen. Unsere läuft nämlich an unseren Geburtstagen ab. Deswegen wollten wir sie verlängern, da Nelly erst 3 Monate danach geht und ich 2 Monate danach.
Dann waren wir noch in HMV, Nelly hat sich den Film „Shame“ gekauft mit Michael Fassbender und CAREY MULLIGAN! Den haben wir am Abend dann auch gleich gesehen. Ich habe mir bei „Europa Music“ eine „Phantom der Oper“-CD gekauft. Da einer der Day-Students in Pottery so sehr auf Oper steht und immer wieder dieselbe CD hört, dachte ich mir, dass könne ihm vielleicht auch gefallen. Also hat sich Susans CD-Bestand jetzt um 2 CDs erweitert. Ich wollte eigentlich die Film-CD kaufen, da ich die etwas pompöser finde, aber die war so zerkratzt, dass ich mir gedacht habe, das ist zu gefährlich, also dann doch die andere.
Am Nachmittag hatte ich dann wieder Textiles. Mein Stickbild für die Hochzeit von Zsolt und Adrianne ist leider ins Stocken geraten, da mir der Faden ausgegangen ist und wir keinen mehr haben. Als ich dann Chantals Fäden durchsucht habe, hat Chantal beschlossen wir sollten das ganze mal wieder sortieren. Also sind jetzt alle blauen, grünen, roten, lila, weißen und schwarzen Fäden (etc.) voneinander getrennt und in Einzeltüten. Sieht echt schön aus… und BESSER!
Abends waren wir „alle“ zusammen spazieren. Das heißt Gabor und unser Nesthäkchen, Luise und unsere Autistin, Dat, unser Autist und ich. Wir haben auch echt schönes Wetter. Es ist zwar windig, aber relativ warm und hell. Gabor und ich sind dann auch irgendwann zu der Erkenntnis gekommen, dass wir „Bacon-Brothers“ sind. Wenn er mich in die Seite piekt, dann sage ich immer er soll meinen Speck, also meinen „Bacon“ in Ruhe lassen. Deswegen hat er angefangen mich „Miss Bacon“ zu nenne. Das wurde dann verkürzt zu „Miss B“. Und da mein Nachname eh mit B anfängt, war das auch gar nicht mehr so schlimm. Dann ist mir aufgefallen, dass Gabors Nachname Boncer ist (oder so) und habe ihn dann „Mister B“ genannt, was irgendwann zu „Mister Bacon“ wurde. Und da wir jetzt eben beide der Familie Bacon angehören, sind wir eben die Bacon-Brothers. Das aber auch nur, weil „Bacon-Siblings“ sich nicht so schön anhört, hehe.
Dienstag
Am Morgen hatte ich Pottery und wir haben unsere neue CD ausprobiert. Ich hatte echt Angst, dass sie den Students dann doch nicht gefallen wird, aber es haben alle mindestens einmal mitgesungen. Das war dann schon echt toll. Und Susan meinte dann auch später, dass das ein Volltreffer war, da ist mir dann ein Stein vom Herzen gefallen.
Ach ja, da irgendein Wasserbehälter kaputt ist, hat Amber-House jetzt kein heißes Wasser mehr. Nur noch ein einziges Badezimmer hat heißes Wasser. Und das müssen jetzt alle Residents benutzen. Ich habe meinen Resident dann auch gestern geduscht anstatt zu baden. Das war für sie nicht ganz so toll, sie hat mich sogar gefragt ob sie sich hinsetzen darf. Immerhin hat sie sich nicht beschwert. Das ist schon echt stark von ihr. Hihi, danach hatte sie dann aber auch gleich genug und ist sofort ins Bett. Und tja… so läuft das eben zurzeit. Da gibt es auch kein heißes Wasser zum Hände waschen und auch keins für Geschirr waschen. Gott sei Dank haben wir eine Spülmaschine, hehe.
Am Nachmittag hatten Bob und ich dann wieder zusammen Woodwork, was in einer fast gewonnenen Kussattacke von Bob endete.  Nachdem ich dann auch mit meinem Resident einen wunderschönen Spaziergang gemacht habe, den Besten bis jetzt, war es mehr oder weniger auch schon Zeit für uns zu gehen. Also sind Nelly und ich hoch zu Luise, haben dort auf Anika gewartet und sind dann gemeinsam mit ihr, Naomi und Jana den Turm hoch. Zum ERSTEN Mal! Und es war gruselig. Es war schon dunkel und wir hatten kein Licht. Dann auch noch Wendeltreppen, ich habe mich in etwa so gefühlt wie auf dem Wallace-Monument damals. Echt hässlich. Oben angekommen war es auch nicht schöner. Der Boden war mit einem großen Holzgitter überdeckt, dessen Latten nachgegeben haben und man keinen festen Schritt fassen konnte. Aber der Ausblick war wunderschön. Da es ziemlich dunkel war, hat man die Lichter von Stirling sehen können und auch unser eigenes Gelände war super. Das hat sich schon gelohnt, obwohl mir das ganze leicht suspekt war. Hm… vielleicht irgendwann mal wieder, bei Tag, versteht sich. Danach sind Nelly und ich auch gleich mal schön in ihr Zimmer ab gedüst und haben uns bei einem Glas Wein schön unterhalten. Tja, so hätte es sein sollen, alleine von der intellektuellen Ebene unseres Gesprächs. Es war dann aber doch nur Orangensaft. Obwohl mir das lieber ist, da ich Orangensaft einfach mal über alle anderen Säfte liebe!
Mittwoch
Mein Craft-Tag. Heute hatten wir ziemlich Besuch. Zum einen von einem neuen bekannten Day-Student, der das Tourette-Syndrom hat und auf französisch flucht und von Jack, einem Student, der einen Dokumentarfilm über Camphill drehen möchte. Jack war heute für eine Weile in Craft und danach sogar in Amber zum Essen. Er hat uns dann ein paar Fragen gestellt und sich eben alles angesehen. Cliff hat mir das dann so erklärt, dass Jack sich mehrere Camphills ansieht und später eines auswählt, in welchem er seinen Film drehen möchte. Das wird dann ziemlich interessant denke ich. Ich bin gespannt, welches  er wählen wird, da unseres zwar sehr schön zum ansehen ist, aber die Atmosphäre weniger einem richtigen Camphill entspricht. Alleine wegen Craft würde es sich lohnen.
Tja, mit Bobs Projekt sind wir heute leider nicht so weit gekommen, da er wieder etwas nervös war und der ganze Workshop so wild und vermüllt, dass man sich gar nicht wirklich konzentrieren konnte. Also haben wir gemacht, was wir wollten. Ich habe ein paar neue Geschichten über Bob erfahren, da die Frau, die den „neuen“ Day-Student begleitet hat, Bobs Lehrerin war. Das war echt witzig und sehr interessant.
Am Nachmittag habe ich dann eine Fackel gemacht. Das war auch cool, die sieht sogar echt nicht schlecht aus. Wir haben zwar vergessen einen Docht reinzumachen, aber das können wir schon reparieren. Die wird dann nachher auch schön grün gemacht, hehe. Und danach haben Diane und ich uns die Bilder vom „Royal Visit“ angesehen und das war so unglaublich cool. Erstens habe ich zum ersten Mal einen bewussten Blick auf Princess Anne geworfen und ich musste feststellen, dass ihre Frisur (die sich, laut Diana, seit ihrem 16. Lebensjahr nicht verändert hat) und ihre mega coole Sonnenbrille sie aussehen lassen haben, als kämen sie aus der Zukunft. Oder wie bei der Rocky Horror Picture Show der komische Butler später in seinem Alien-Anzug. Also vom Stil her eben, ach egal. Sie sieht ihrer Mami sehr ähnlich.
Und das Beste war, dass einer unserer Day-Students, dessen Mutter auch schon enorm nett ist, seine ganze Schotten-Montur anhatte und einfach mal so mega gut aussah, dass man einfach nur noch dahin schmelzen konnte. Er ist sowieso einer der coolsten und witzigsten Day-Students, die wir hier haben. Und so enorm süß! Das Bild mit seiner Mami war das Beste. Er ist relativ klein, im Vergleich zu mir, aber seine Mami ist dann doch nochmal einen ganzen Kopf kleiner, hehe, das sah echt Hammer aus!
Tja, sonst war es das dann auch. Ich war wieder spazieren und am Abend waren wir joggen und Übungen machen. Das war schon hart, wie wir einfach mal echt gnadenlos versagt haben. Wenn ich Bauchmuskeln hätte, dann hätten die morgen einen Muskelkater. Tja, WENN das Wörtchen WENN nicht wär, wäre ich heut Millionär!
Donnerstag
KEIN Yoga! Jippie, da Anna im Urlaub ist, war ich alleine in Pottery und musste dann Gott sei Dank nicht zur Yoga-Session. Stattdessen habe ich Pilze bunt angemalt. Man muss sagen die sahen schon enorm wie „Magic Mushrooms“ aus. Das war nicht mehr ganz so schön, aber dafür witzig. Der ganze Pottery-Morgen war cool.  Ich durfte dann früher gehen und hatte eine halbe Stunde für mich. Die habe ich natürlich in Craft verbracht. Da komme ich schnell ins Internet und kann auf den Sesseln entspannen. Ich saß dann aber auch irgendwann da und dachte mir, dass das für Susan wohl echt komisch rüber kommen muss. Mein Glück meinte dann auch gleich so: „Tja, Leonie, das findest du jetzt selber raus!“ Und da stand Susan dann auch schon und meinte: „Und, hast du die halbe Stunde für dich genossen? Hast du die hier verbracht?“ und mir war das so peinlich, dass ich nur noch sagen konnte: „Die Stühle sind so bequem!“ und da meinte sie nur gespielt schnippisch: „Ach und die Stühle in Pottery sind es also nicht?“. Meine Antwort, wirklich nur noch gestammelt: „Das sind ja keine Stühle. Eigentlich sind das Hocker.“
Oh man, ich hoffe sie nimmt das nicht persönlich. Pottery ist super aber das geht mir immer auf meinen Rücken. Und in Craft kann man sich immer mal wieder gemütlich in einen Sessel legen und entspannen. Mistn… voll ins Fettnäpfchen getreten… menno…
Am Nachmittag habe ich in Textiles an unserer wunderschönen Patchwork Decke weitergearbeitet. Wenn ich genug Geld und Platz im Koffer hätte, würde ich die doch tatsächlich mitnehmen. Die ist echt schön und warm! Sonst war nicht viel los. Oh doch, mein Modigliani-Portrait. Nelly hat mit Cliff einige Skizzen gemacht und ist echt schon super vorangekommen und es sieht echt spitze aus. Als dann die Frage aufkam welche Skizze am besten aussieht (also mir ähnlich aussieht), habe ich das Bild genommen, auf dem ich weniger schön aussehe, Cliff hat darauf bestanden das zu nehmen, auf dem ich schöner aussehe und meinte, das würde besser passen und Nelly hat den Vogel damit abgeschossen zu sagen, dass keines davon aussieht wie ich. Daraufhin ist Cliff im Workshop rumgerannt und hat alle möglichen Students gefragt, wer das auf dem Bild ist. 2 von 5 Students haben gesagt ich wäre das (die die mich auch kennen), eine wusste das überhaupt nicht und war auch nicht wirklich interessiert und die anderen beiden die übrig blieben waren der festen Meinung sie wären das. Hehe, das war schon süß, als Johannas Resident auf sich selber gezeigt hat mit ihrem todesernsten Blick.
Im Nachhinein haben sie jetzt das „schönere“ genommen, da Susan auch meinte, dass passe besser. Und sie sollte es wissen, sie war auf der Kunstschule. Oh ich liebe diese Frau, die ist der Wahnsinn! Irgendwann kam Cliff auch rüber und hat mir das Bild ganz stolz gezeigt. Also mit Bild meine ich die Bleistiftzeichnungen auf dem Canvas (oder so). Das sah schon cool aus, vor allem weil ich mal einfach einen mega langen Hals habe und sogar schlimmer aussehe als Keira Knightley, die ja schon enorm an einen Schwan erinnert. Und ich sehe auch dem Model von Modigliani enorm ähnlich, da Nelly das schon so sehr im Kopf gespeichert hat. Das ist aber eigentlich gar nicht so uncool, hehe.
Tja, das war es auch schon. Ach ja, wir haben irgendwie einen Virus hier und die Computer wurden gecheckt ob sie den Virus haben. Ich hatte echt Schiss…. aber ihr kennt die Geschichte mit meinem Glück ja schon. Aber dieses Mal war ich es nicht! Wuhu, nach 3 Minuten zittern stand dran, dass mein Laptop „rein“ ist. JIPPIIE!!!
Freitag
Nanaes letzter Arbeitstag. Heute fliegt sie wirklich heim. Das ist schon enorm traurig. Ich hatte jetzt ehrlich gesagt nicht soooo viel mit ihr zu tun, aber sie ist eben schon da seit ich da bin. Sie war so ein bisschen unser Leuchtturm, hat sich um das Essen gekümmert, etc.
Apropos verlassen, unser Workshop heute Morgen war auch ziemlich verlassen. Das hat mir die Möglichkeit gegeben wieder etwas Neues zu starten. Sonst muss ich nämlich immer helfen. Das war auch eine schöne Abwechslung, hehe.
Und Chantal hat mir ganz viele Lieder gezeigt und da waren welche dabei, die von der Band die an Matzes Hochzeit gespielt hat, gecovert wurde. Und die originalen Lieder zu hören war spitze! Das ist so richtig schöne Folk-Musik und Chantal kann zu allem ein bisschen Hintergrund-Geschichte einwerfen. Wenn ihr mal eine richtig tolle schottische Band hören wollte, dann hört euch mal „Biffy Clyro“ an. Die sind super. Ich glaube man schreibt sie so. Wenn nicht… dann… nicht.
Und dann wäre da noch die Sache mit der Decke. Wir haben in Textiles eine Patchwork-Decke gemacht, die wunderschön aussieht. Leider hatte sie enorm viele Löcher, die Chantal erst flicken musste, bevor wir sie waschen konnten. Und so kam es, dass ich ihr angeboten habe, sie am Abend mit meinen Sachen zu waschen. Und folglich war ich die erste die die Decke gesehen hat und sie ist so WUNDERSCHÖN!!!
Hätte ich nicht schon Übergepäck, würde ich sie glatt kaufen und mit nach Hause nehmen. Zurzeit hat sie noch ein paar Löcher, aber wenn sie dann VOLLENDS fertig ist, mache ich ein Bild, so dass ich sie euch mal zeigen kann. Oh man, das finde ich wirklich zu traurig, dass ich die nicht mitnehmen kann. Oder selber eine machen und dann mitnehmen. Wirklich zu schade!
Ach ja, Decken sind sowieso total „in“ gerade, da so gut wie jede junge Mutter oder Schwangere eine Decke für ihr Kind macht. Oder für die Nichte etc. Und die sind alle total süß. Aber nicht so wunderschön wie die von Chantal und ihrem Textiles-Workshop! Oh man ist die schön! WILL HABEN!
Samstag
Da mein Resident daheim ist und auch endlich mal Luises hatten wir Zeit und die Möglichkeit mal richtig richtig zu kochen. Wir wollten Maultaschen machen und dann war die Frage: „gebraten oder gekocht?“. Da ich noch aus der Schulzeit weiß, dass ich öfters „italienische Maultaschen“ gegessen habe, haben wir uns dann dafür entschieden. Also waren Nelly und Luise in der Bäckerei und haben den Teig gemacht, während ich eine Füllung improvisiert habe. Da uns die meisten Zutaten gefehlt haben und wir das noch nie zuvor gemacht haben, waren wir dementsprechend aufgeregt. Unsere selbstgemachte Tomatensoße wurde dann noch von Dosentomaten unterstützt und hat aber trotzdem mega gut geschmeckt und auch meine „Spinat-Pilze-Ricotta-Brot“- Füllung war echt in Ordnung.
Das ganze wurde am Schluss noch von Mozzarella-Käse bedeckt und dann haben wir auch ordentlich zugeschlagen. Außer Bob und unserem weiblichen unabhängigen Resident, die sowieso nie viel isst, hat jeder zwei Maultaschen gehabt und unser männlicher unabhängiger Resident hat uns sogar dafür gelobt. Das war schon echt super!
Danach habe ich ein bisschen die Nerven verloren, da mein Schlüssel gefehlt hat und ich dachte Irene hätte ihn mit Heim genommen, als dann Nelly durch Zufall nach mindestens einer Stunde festgestellt hat, dass sie ihn hatte. Toll gemacht, ne?!
Tjap und das war es auch von unserem Samstag. Ich hab abends unseren Autisten noch geduscht, wobei ich mich selber so nass gemacht habe, dass ich dachte er hätte MICH geduscht. Hehe, und es hat ihm nicht gefallen, dass ich mein Hemd ausgezogen habe und auf eine Regal gelegt habe, dass es nicht nass wird. Ich musste es dann an einen Haken hängen, damit er dann doch beruhigt in die Dusche steigen konnte. Oh man! Hihihi.
Sonntag
Was soll ich sagen: Gammeltag, wie immer!

28.4.13 19:08


Hehe... nice Leaving-Party ;)

Da ich am Sonntag ja Cupcakes und Brownies gebacken habe, mehr oder weniger als Dankeschön an Cliff und Chantal, habe ich das auch zu Ende geführt. Sprich, ich habe 4 Muffins genommen und sie in Chantals Kühlschrank gelegt. Dann habe ich einen Post-it- Zettel mit der Aufschrift „Open your fridge“ an ihren Computer hingehängt, da das meistens das erste Ziel ihres Tages ist. An den Kühlschrank habe ich dann einen Zettel mit den Worten „Open me“ geklebt, neben die Muffins im Kühlschrank einen Zettel, der „Eat me“ enthielt und unter die Muffins habe ich dann einen Zettel geklebt auf dem ich mich dann bedankt habe.
Am nächsten Morgen habe ich dann eben gleich einen Abstecher zu Textiles gemacht, wo Chantal auch schon mit ausgestreckten Armen auf mich zukam und meinte: „Your little hunt just made my day!“. Danach bin ich mit einem Muffin in der Hand zu Cliff. Ich habe ihm dann den Muffin in die Hand gedrückt und mich dafür bedankt, dass er so viel für mich getan hat, vor allem meine ganze Mumford & Sons Musik, die man nirgendwo findet. Danach habe ich ihn gefragt, ob er einen Kaffee möchte.
Nochmal ein Flashback. Vor ein paar Wochen hat Cliff mir und Nelly mit dem „Didscherido“ (ich weiß immer noch nicht, wie man das schreibt. Sollte ich endlich mal nachsehen) ins Ohr gebrüllt. Und das ist wirklich nicht witzig, wenn man gerade in irgendetwas vertieft ist und einem das Ohr fast weggesprengt wird. Daraufhin schworen Nelly und ich Rache. Da Luise auch schon Opfer der täglichen Cliff-Angriffe wurde (meistens ist es einfach nur die Tatsache, dass Cliff immer alle Ideen klaut) haben wir uns zusammengeschlossen.
Tja und jetzt wieder zum Montag. Nelly war leider nicht da, aber Luise und ich haben das geplant und wollten das endlich durchziehen. Ich hatte den Tag zuvor die Flasche Tabasco aus Amber geklaut und habe Cliff dann eben seinen Kaffee zubereitet. Gott sei Dank hat Cliff irgendwie ein Aufmerksamkeitsdefizit, da ich das alles ungestört machen konnte. Ich habe also den Boden seiner Tasse mit Tabasco bedeckt, wegen Luise und Miles sogar noch ein bisschen mehr, und dann seinen Kaffee darüber gekippt. Das ganze roch auch echt nicht verdächtig. Danach habe ich ihm 2 Löffel Zucker in die Tasse gegeben und dann kam das Problem. Niemand von uns hat darüber nachgedacht wie Tabasco und Milch wohl reagieren werden. Tja, ich habe es rausgefunden. Die Milch flockt! Das ganze Gemisch sah echt ein bisschen komisch aus. Ich hatte wirklich Zweifel, dass Cliff es trinken wird. Ich dachte mir dann auch, wenn ich ehrlich zu ihm bin, wird er sicher denken, dass alles in Ordnung ist, da ich es ja sonst nicht erwähnt hätte. Ich liebe Psychologie, hehe.
Nach meiner Aussage: „Es sieht ein bisschen komisch aus, aber ich habe Milch und Zucker dazu gegeben, so wie du es wolltest“. Und er hat es getrunken. Er hat wirklich einen verdammt GROßEN Schluck genommen. Ich habe mich dann sofort umgedreht um nicht gleich loszulachen und habe schon Luise gesehen, wie sie sich lachend hinter einer Schranktüre versteckt hat. Ich habe dann schnell einen Blick riskiert und Cliff gesehen, wie er diese Tasse voller Abscheu betrachtet. Dann kam nur noch das Wort: „LUISE!!!“ und das gab uns den Rest. Miles, Luise und ich haben uns vor Lachen gekugelt. Cliff fand das ganze aber nicht wirklich lustig und hatte wohl echt „Heartburns“. Er hat dann auch ganz laut Rache geschworen und meinte nur zu Luise: „Wenn ich mich übergeben muss, dann übergebe ich mich in deine Mütze und setzte sie Leo auf!“. Hat er Gott sei Dank nicht gemacht, obwohl er echt aussah, als wäre ihm megaschlecht. Um ehrlich zu sein, das war es wirklich wert! Ich würde es sogar nochmal machen, hehe.
Tja, am Dienstag hatte ich dann wieder Pottery und wir haben dieses Mal gegärtnert, hehe. Susan hat ein paar Blumen gekauft und Hängetöpfe dabeigehabt. Also haben zwei Residents und ich jeder einen Topf bepflanzt. Susan war wirklich zufrieden und meinte auch so: „Du hast das schon einmal gemacht, oder?“. Hehe, naja… so ähnlich, das ganze etwas größer, hihihi. War aber echt cool und mal was anderes. Wenn ich schon keinen Garden mehr habe. Da haben wir ja auch übrigens den neuen Assistenten oder. Ich habe rausbekommen, was das ganze soll. Der Garten wird aufgeteilt. Russell und John werden sich die Arbeit teilen und dann hoffentlich mehr hinbekommen. Im Moment ist das ganze ja auch wirklich blöd mit den neuen Häusern und dem ganzen Umbau und auch dem von Haus zu Haus umziehen.
Am Nachmittag hatte ich wieder Woodwork mit Bob. Und Greg meinte dieses Mal, dass wir die Platte für den Rücken zurechtschneiden sollen. Um ehrlich zu sein, ich hatte so Angst davor, dass er das sagen wird. Da Bob ja noch einmal Woodwork hat, habe ich das immer dem anderen Co-Worker überlassen. Aber da ja am Freitag „Her Royal Highness, Princes Anne“ zu Besuch kommt um sich unter anderem den Woodwork-Workshop anzusehen und Bob da auch sein wird, meinte Greg, ich solle ihm helfen, dass die Platte auf den Rücken passt. Also mussten wir rechnen, zeichnen und sägen. Und das ganze an einem wunderbar schönem und teurem Stück Holz. Es heißt „Purple Heart“, glaube ich und ist… na ja, denkbar, violett. Also ein richtig schönes violett!!! Wir haben das auch echt super hinbekommen. Ich bin zwar definitiv nicht dazu geboren gerade zu schneiden, aber es passt und sieht echt nicht so schlimm aus. Meint Greg zumindest. Es kann aber auch sein, dass er uns angelogen hat und das ganze noch einmal selber macht. Aber eigentlich glaube ich das nicht, da er meinte, das Holz wäre wirklich teuer und deswegen sollten wir vorsichtig sein. Wir haben unser bestes gegeben und dieses Mal wirklich sichtbaren Fortschritt gemacht. Und danach war mir so warm, dass mir ein bisschen schwindelig wurde. Aber es hat wirklich Spaß gemacht mit Bob daran zu arbeiten. Ich finde immer mehr Gefallen an der ganzen Sache!
Tja und am Mittwoch ging es dann gleich weiter mit Bob. Dieses Mal wieder in Craft. Geschichte 4 ist fertig und Bild 4 auch. Das war auch schon echt super. Oh genau, was ich vergessen habe zu erzählen ist: Bob mag Musik ziemlich sehr. Er liebt die Motown Musik und hat überhaupt einen super Geschmack!
Ich habe vor einer Weile wieder ein paar Mumford & Sons-Lieder angehört. Am Ende jedes Konzertes spielen sie meistens mit ihrer Vorband ein sehr bekanntes Lied. Das ist von den Beatles und heißt „With a little help from my friends“. Ich hab am Montag Chantal gefragt, ob sie das Lied auf dem Computer hat. Das hatte sie leider nicht, aber hat es sich auf ihr Handy geladen. Als Bob und ich am Dienstag dann Kekse holen wollten, hat Chantal uns vor der Bakery abgefangen und wir sind zusammen zu Textiles gegangen, wo sie uns das Lied vorgespielt hat und Bob neben mir stand, wie beide im Takt mit dem Kopf mitgenickt haben und er irgendwann angefangen hat mitzusingen. Dabei hat er gestrahlt und mich angegrinst. Daraufhin habe ich Chantal einfach nur angestrahlt und wir haben uns beide einen Blick zugeworfen, der soviel bedeutete wie: „HE IS SO BLOODY CUTE!“. Als er dann: „Do you believe in love at first sight“ gesungen hat, war ich echt kurz davor loszuheulen. Das war aber auch so mega süß! Als das Lied dann zu Ende war, hat er mich nur angesehen und meinte so: „Can we get the buns now?“. Hehe, super Ende, gelle.
Tja… dieses Mal gibt es gar nicht so viel zu erzählen vom Mittwoch. Ich habe endlich mal etwas fertig gestellt. Cliffs Frau hat ihr Hochzeitskleid geopfert für ein paar Bilder. Da der Stoff ganz fein ist und irgendwie eine bestimmte Eigenschaft hat, haben wir eben ein paar Sprinkler Farbe drauf geworfen. Dann hat Cliff meins ausgeschnitten und dann musste ich es sogar unterschreiben. Jetzt steht da einfach nur: „Leo `13“. Hehe, echt tolle Unterschrift…
Ach ja, wir hatten auch noch einmal Besuch von dem „Möglicherweise-zukünftige-Resident“ mit dem Tourette Syndrom, der auf Französisch flucht. Der war total witzig. Und Cliff hat sie wieder etwas rumgeführt während ich am anderen Ende des Raumes saß und die Kerzengussformen für Freitag vorbereitet habe. Auf einmal hat Cliff nur durch den Raum gerufen: „Leo, stop changing my desktop background!“ Hehe, ich habe das nämlich wieder mit einem Bild von Mumford & Sons ersetzt. Das war aber auch neu und superschön! Pff, immer diese Kunstbanausen!
Tja und der Donnerstag war auch supercool. In Pottery haben wir erst die Bibliothek abgestuhlt, dann waren wir für einen Spaziergang, dann war ich bei Yoga und musste schmerzliche spüren, was es heißt, die Apple-Kopfhörer seine iPods mit zu waschen. Die sind jetzt nämlich unbrauchbar und ich hatte keine anderen kleinen, die sich in meinem Haar verstecken lassen. Dann musste ich einem Resident aus Linden leider bei seinen ohrtötenden Yogaschreien zuhören. Es gibt nichts Grausameres! Ernsthaft!
Danach haben Susan und ich die Blumentöpfe aufgehängt und dann gab es Essen.
In Textiles habe ich ENDLICH mein Mumford & Sons „Wallhanging“ vollendet. Und es sieht fantastisch aus! Es ist wirklich wahnsinnig schön und ich kann es kaum erwarten aufzuhängen. Das wird bestimmt ultraschön aussehen!
Abends war ich dann noch schön spazieren und habe mir mit unserer Autistin kleine Wettrennen „gegönnt“. Sie fand das wohl ziemlich toll, da sie sich 3 Mal für ein paar Sekunden bei mir eingehakt hat und das macht sie bei mir echt selten. Vor allem nicht 3 Mal bei EINEM Spaziergang. Das war dann schon ganz cool, hehe.
Und dann war auch schon Freitag. Heute ist der „langersehnte“ Tag an dem uns „Her Royal Highness, The Princes Royal“ besucht. Das hieß für mich: Los geht’s mit unseren Autisten auf einen schönen langen Spaziergang! Tja, denkste. Leider hatte unser männlicher Autist einen epileptischen Anfall am Morgen, deswegen waren es dann nachher nur Phil, unsere Autistin und ich.
Wir sind wieder zu Loch Lomond gefahren und waren dort für 2 Stunden unterwegs. Insgesamt sind wir an die 8 Meilen gelaufen. Das war echt hart, aber so wunderschön. Das Wetter war klasse und den Berg hochzuwandern hat so viel Spaß gemacht. Dann standen wir natürlich auch da und haben die „Bonnie bonnie banks of Loch Lomond“ bestaunt. Leider hatte ich meine Kamera vergessen und so kann ich euch die Landschaft nicht wirklich zeigen. Wenn ihr wollt, kann ich sie euch beschreiben, aber Worte können schlicht und einfach diese zauberhafte Landschaft nicht im Geringsten ausdrücken!
Als wir zurück kamen war Princes Anne dann auch schon weg und wir hatten noch schönes Abendessen. Wir hatten Chinesisch bestellt. Das war ganz ok. Und danach durften wir gehen. Wir saßen dann noch eine Weile in meinem Zimmer rum, als so um 9 Uhr Anika, Jana und Naomi kamen und wir zusammen zur Hütte am Fluss gelaufen sind. Dort haben wir gesessen, geredet und echt viel Spaß gehabt. Der Spaß hatte seinen Höhepunkt, als wir Kerzen angezündet haben und im Fluss schwimmen lassen wollten. Die Kerzen waren zwar dafür gedacht, aber irgendwie haben es dann letztendlich nur 2 von 6 Kerzen geschafft ein paar Meter weit zu schwimmen. Und Anika ist bei dem Versuch die Kerzen ins Wasser zu setzen plötzlich bis zu den Knien im Wasser gewesen. Danach haben wir noch versucht Jana rein zu schmeißen, was irgendwie nicht geklappt hat. Wir hätten Jana einfach in Ruhe lassen sollen, die wäre schon von alleine rein gefallen, tja, nächstes Mal dann. Der Rückweg im Dunkeln war natürlich auch super. Den darf man ja nicht vergessen, mit seinen Schlaglöchern und tatschenden Ästen, hehe.
Tjaha und dann kam der langersehnte Samstag. Heute ist war Nanaes „Leaving-party“ und Mercy hat etwas ganz tolles geplant. Wir sollten alle ins „kilted kangaroo“ und dort hatten wir einen eigenen Raum, eine Menge Leute und einen Stripper. Tja, richtig gelesen. Wir hatten einen Stripper. Mercy wollte, dass er als Polizist gekleidet kommt und dann Nanae erklärt, dass ihr Visum abgelaufen ist und sie JETZT SOFORT zum Flughafen muss. Und da Nanae alles schluckt, wäre das auch ein Heidenspaß gewesen. Er war dann zwar als Polizist gekleidet, hat aber dann gleich losgelegt anstatt ihr das mit dem Visum zu erklären.
Das war dann aber auch nicht so wild, da alleine das Gesicht von Vladimir, Nanaes Freund, gereicht hat um diesen Abend einfach unvergesslich zu machen. Ernsthaft, das war der Hammer. Alle standen sie dran mit ihren Kameras und wollten ein gute Bild schießen und Dat hat sogar ALLES gefilmt. Etwas fragwürdig, aber naja.
Ich fands witzig… jop. Das war dann auch eigentlich das Wochenende. Ich hab heute Morgen noch mein Zimmer aufgeräumt und jetzt sitze ich hier.
Ich werde später noch ein bisschen sticken und dann… tja gammel ich noch ein bisschen weiter, hehe.
Euch ein schönen Sonntag und dann sehen wir uns nächste Woche!

Liebe Grüße!!!

21.4.13 14:01


What a week!

Hallöle ihr Lieben,

tja. Das gewohnte Spiel…
Wie ihr vielleicht noch wisst, war mein Blog letzte Woche ja relativ früh online, da ich mich um viertel vor 10 aufgemacht habe um Sebb in Edinburgh zu besuchen. Also saß ich neben Anna im Bus nach Stirling. Von dort habe ich den Zug nach Edinburgh genommen und wurde in Edinburgh von Sebb abgeholt. Wir sind dann erst einmal ein bisschen rumgelaufen. Wir haben einen Markt besucht und Suppe gegessen. Ach ja, und ein „scottish egg“. Danach sind wir in den Botanischen Garten, haben dort die wahnsinnig große Haselnusshecke bestaunt und sind weiter durch den chinesischen Garten. Ich fand das ja alles schon sehr schön, aber wie schön muss es erst sein, wenn der ganze Garten in seiner vollen Blüte erstrahlt? Alle Blumen mit ihren wunderschönen Farben und dann die vielen unterschiedlichen Grüntöne, das ist bestimmt wunderbar!
Wir waren dann auch noch ein seinem Lieblingsbuchladen, der total… buchig… war. Die Theke war von Büchern umgeben und überhaupt waren die Bücher bis auf Bauchhöhe gestapelt und trotzdem war das bewegen noch möglich. Das hat mich dann doch schon sehr an „Tintenherz“ erinnert. Der Vater der Hauptfigur, Mo, repariert Einbände von Büchern. Er und seine Tochter, Meggie, lieben Bücher über alles. Deswegen stapeln sich in dem ganzen Haus Bücher über Bücher. Die wachsen wie kleine Bücher Strauche aus dem Boden. So ungefähr kann man sich den Buchladen vorstellen. Und obwohl es ein wenig chaotisch wirkte, war alles geordnet und der Buchhändler wusste, wo er was zu finden hat. Das war schon sehr beeindruckend!
Später waren wir auch noch in seinem Lieblings-Second-Hand-Laden. Das war spitze, da sammeln sich Massen von verrückten Klamotten und man brauch Leitern um alles durchsehen zu können. Ich bin ein absoluter Fan von solchen Läden und musste mich zurück halten das alles genauer anzusehen und dann doch irgendwie was kaufen, was doch leider NIEMALS in meinem Koffer passt zum mit zurücknehmen. Also war gleich klar, nur anschauen, nicht mitnehmen!
Wir waren auch eine heiße Schokolade und „English Breakfast Tea“ trinken. In einem kleinen Café, das den Namen „Bees“ trägt. Da würde ich gerne mal mit Luise hin. Und das Beste ist, dass daneben auch ein Comicbuchladen ist. Ebenfalls wieder etwas für Luise. Mal sehen, wann wir dazu kommen, hehe.
Ein schönen Ausblick auf Edinburgh haben wir dann auch genossen und mussten dazu nur Treppen steigen. Das war schon wunderbar, da ich ja den Tag davor abends joggen war und ein paar Übungen gemacht habe. Da habe ich meine Beine dann doch gespürt. Aber der Ausblick war es wert. Das war schon echt wunderschön!
Nach dem schönen Tag sind wir dann zu Sebbs Flat, haben da Linsen mit Spätzle gekocht (eigentlich ja nur der Sebb, ich habe schön scheinheilig ein bisschen geschnippelt und umgerührt) und das später mit seinen Mitbewohnern gemampft. Danach habe ich noch eine der besten Geschichten seit langem gehört und dann den Tag mit einem Film beendet. Am morgen haben wir dann auch nur noch gefrühstückt und sind dann zum Bahnhof gelaufen.
Dann kam der Abschied. Und ich bin froh, dass es jetzt nur noch 4 Monate sind, denn ein bisschen heim zieht es mich jetzt doch schon.
Nachdem ich dann den ersten Zug schön verpasst habe und demzufolge auch den nächsten Bus auf die Minute verpassen würde, habe ich mir schon ausgemalt, was ich in der Stunde in Stirling mache, die ich warten muss. Gott sei Dank hatte der Bus Verspätung und ich habe ihn noch erwischt und bin dann mit Bob, dem Be-friender, zurück gelaufen. Das waren mal echt sinnvoll verbrachte und wunderschöne Off-Tage, danke Sebb!
Am Nachmittag hatte ich dann erst einmal schön Textiles und wurde von Chantal fett überrascht. Ich habe jetzt einen echt fetten Stapel mit Doctor Who- Comicbüchern UND einer… wait for it… DAVID TENNANT SAMMLERFIGUR! Wuhuuuuuu, also das ist echt ein cooles Geschenk. Der kleine Doctor, der jetzt neben meinem Bett steht und mich wie ein kleines Kind fühlen lässt. Und wenn schon, ich habe eine David Tennant- Doctor Figur, die sich bewegen lässt! BABÄÄÄÄÄÄM!!!
Meine liebste Mum hat ja auch schon die Bekanntschaft gemacht, nicht wahr, hehe… lübbe disch meine LIEBSTE!
Am Dienstag in Pottery habe ich Wäscheklammern angemalt (in grün, hehe) und angeklebt… na ja, also mit Glitzerkleber bepinzelt. Und da mein Handy ja jetzt leider endgültig weigert sich aufzuladen, hat Sophie mir versprochen, dass ich ihre bekomme. Was ich jetzt auch habe, leider passt meine Karte nicht. Sprich ich benutze das nur als Wecker und Uhr. Das bedeutet leider, dass ihr mir keine SMS mehr senden könnt und auch nicht anrufen. Das ist ein bisschen doof, aber da war ich ja noch nie wirklich drin, deswegen ist es kein ZU großer Verlust. Die wenigen Leute, die mich dadurch kontaktiert haben, können mir ja über Facebook oder andere Wege schreiben. Das bekommen wir ja sonst auch hin, gelle.
Tja, am Nachmittag hatte ich dann Woodwork, ENDLICH WIEDER! Es ist irgendwie komisch zuzugeben, dass ich Woodwork vermisst habe. Denn eigentlich habe ich es nicht an sich vermisst. Nur wegen meinem Lieblings-Daystudent. Und das ist so wunderbar. Der Workshop war auch richtig super. Wir hatten eine Menge Spaß miteinander. Ich finde, dass wir ein wirklich gut eingespieltes Team sind. Wir arbeiten zusammen und bereiten dann auch zusammen die Tea-Break vor. Davor holen wir noch schnell die Kekse und dann genießen wir das ganze. Er mit seinen Gluten freien Schokobällen, ich mit anderen Keksen und beide mit einer Tasse Fruchttee. Das ist witzig, Woodwork ist der einzige Workshop in dem ich Tee trinken kann. Warum auch immer. Da ist es irgendwie nicht ganz so schlimm, obwohl er leider nicht mehr meinen Lieblingstee hat.
UND DANN KAM DER MITTWOCH! Ich freue mich immer auf den Mittwoch. Der ganze Tag ist einfach so entspannt. Morgens Craft und nachmittags Craft. Morgens wieder schön mit „Bob“ an seinem Projekt arbeiten und am Nachmittag mein „eigenes“ Ding durchziehen. Diese Mal habe ich aber mal etwas für Cliff gemacht. Er hat das Hochzeitskleid seiner Frau zerschnitten und an einen Holzrahmen getackert und wir habe es dann ganz nass gemacht und besondere Farbe mit etwas Wasser gemixt und das Stück Stoff dann mit Punkten und Sprinklern verziert. Cliff macht sich zwar immer wieder lustig darüber, dass alle Co-Worker unter einem Aufmerksamkeitsdefizit leiden, aber dieses Mal war er ruhig und hat nur darüber gelacht, dass ich so ruhig und konzentriert war. Tja, so sieht es aus, ich kann auch arbeiten, hehe.
Ach ja, er hat mir dann noch veröffentlicht, dass ich in „Bobs“ Learning Log bin. Ich werde zusammen mit unserem Projekt erwähnt und es ist sogar ein Bild von uns drin, wie wir gemeinsam daran arbeiten. Er hat dann auch gesagt er findet, dass „Bob“ sich positiv verändert hat, seit wir an dem Projekt arbeiten. Das macht mich enorm glücklich. Ich finde nämlich auch, dass „Bob“ sich verändert hat. Er ist etwas ruhiger, öfters konzentriert und wirkt einfach glücklicher und zufriedener in Craft als zuvor. Das wird so traurig, wenn ich ihn „verlassen“ muss, er ist mir nämlich richtig krass ans Herz gewachsen!
Tja und mein Donnerstag war auch super! Ich habe mir den Tag frei genommen und war mit Luise im Kino und etwas shoppen. Wir haben Schokofrösche und Bertie Botts Bohnen in allen Geschmacksrichtungen gefunden, aber nicht gekauft, da sie verdammt teuer waren für die Größe! Danach waren wir in dem neuen Laden TK-MAX oder so und ich habe mir eine Sonnenbrille von Christian Lacroix gekauft, die normalerweise 212,95 Dollar oder 192,00 Pfund kostet. Ich habe sie mir für 25 Pfund gekauft. Hehe, cool, was?!
Danach waren wir etwas zu Essen und zu trinken kaufen, bevor wir dann mit Luises Gutschein im Kino saßen und „The Croods“ gesehen haben. Der war mal wieder echt niedlich. Guter Animationsfilm!!!
Danach waren wir nochmal bei Primark und ich habe jetzt endlich wieder eine lange Schlafanzug Hose, nachdem meine andere aussah, als hätte jemand versucht ein Quadrat herauszuschneiden und nur die Hälfte geschafft hat. Und die neue Hose hat Donuts als Muster… hehe. Die hatte ich dann auch gleich an, hehe.
Ach ja, wir waren am Mittwoch wieder joggen. Und ich war so stolz auf mich. Ich hab den ganzen Weg zur Hütte geschafft und alle Übungen durch gezogen. Aber dafür ist mein Muskelkater jetzt schon echt krass. Am Morgen ging es noch. Über den Tag wurde es dann schlimmer und jetzt ist echt schwer sich hinzusetzen, geschweige denn wieder aufzustehen. Aber trotzdem bin ich echt stolz auf mich. Mal sehen, wie das wird und ob wir am Samstag wieder gehen können. Hoffentlich…
Tja, der Freitag lässt dann aber schon eher wieder darauf schließen, dass wir am Samstag nicht wirklich joggen gehen werden. Dazu tun uns die Beine zu sehr weh. Nelly hat ja jetzt Glück, sie ist jetzt erst einmal eine Woche im Urlaub.
Und apropos Urlaub, Luise und ich haben jetzt offiziell am 8. Mai bis zum 10. Mai Urlaub. Wir gehen nach London und schauen uns gemeinsam ein Musical an. Wenn alles so klappt, wie wir es wollen, sitzen wir dann am 8. Mai im „Her Majesty’s Theatre“ und schauen „Phantom der Oper“. Wuhuuuuu!!! Das soll auch echt gut sein.
Was soll ich sonst zu dem Freitag sagen. Ich hatte morgens statt Textiles Craft, da Nelly im Urlaub ist und Cliff auf einen „Review“ muss. Also saß ich dann nachher mit 5 Students in Craft, habe dort dann auch öfters Besuch bekommen von Jason unserem „Häuptling“ und Gerry, dem… „Medizinmann“?. Gerry hat den neuen Garden-Assistenten Russell vorgestellt. Mich hat er dann auch ganz nett als „Troublemaker“ vorgestellt und immer wieder betont, man muss bei mir aufpassen etc.
Ach ja… der Gerry, auf DEN muss man aufpassen, sonst gehen mit ihm die Kamele durch!!!
Und ich habe heute angefangen zu zeichnen. Und zwar ein Gesicht. Also, abzeichnen, nicht selber. Das wäre ja zu schön. Ich wollte ihn vor allem wegen den Augen malen, da die in dem Bild so wunderschön sind und irgendwie lief es auch eine Weile ganz gut, obwohl ich jetzt so ein bisschen das Gefühl habe es versaut zu haben. Ich hoffe mal nicht. Mal sehen, was Cliff dazu sagt. Da spaziere ich am Montag einfach mal rein, hehe.
Wieder ganz schön und überraschend war das Programm am Samstag. Ohne, dass mir davon je irgendjemand vorher Bescheid gegeben hat, bin ich heute ins Kino mit meinem und unserem unabhängigeren Resident. Wir haben uns „The Croods“ angesehen… schon wieder, hehe. Ich muss sagen, es war schöner mit Luise. Mein super lecker Kochgericht, das ich seit Ewigkeiten mal machen wollte, war sowieso schon seit gestern im Eimer.
Geplant war Lauchsoße mit Kartoffelbrei und selbstgemachten Hackfleischbällchen. Irgendwie habe ich dann doch das Gefühl, dass die Schotten die Leute mit dem schlechtesten Englisch hier sind. Oder was ist an „homemade meat balls“ groß falsch zu verstehen?! Unsere Hausleiterin ist entweder zu beschäftigt zum Lesen, hat irgendwas gegen selbstgemachte Hackfleischbällchen oder mag mich einfach nicht. Ich persönlich würde auf den letzten Grund tippen.
Tja, also letztendlich war dann das Gericht schon etwas im Eimer. Dann war ich auch weg und Luise musste es kochen. Ich habe dann als ich zurück war den Kartoffelbrei fertig gemacht. Und dann gab es eine leckere Lauchsoße mit Kartoffelbrei und ekligen Hackfleischbällchen. Danach haben wir die Wäsche gemacht und „Avatar“ angesehen. Leider nicht bis zum Ende, aber ich muss sagen, so sehr hat mich der Film jetzt auch nicht begeistert. Ich war vielleicht auch einfach nicht in der Stimmung dafür.
Tja, und am Abend gab es dann wieder ein schönes Workout. Ohne Rennen. Wir haben einfach 4 verschieden Übungen 15 Minuten lang am Stück gemacht und danach haben wir uns noch ein bisschen gedehnt. Das was schon irgendwann leicht anstrengend! Vor allem die Situps wollen bei mir einfach nie funktionieren. Da ist immer mein Bauch im Weg!
Der Sonntag war ganz ok. Etwas wuselig, aber sonst eigentlich ganz ok. Ich habe Muffins gebacken und später mit Jannik zusammen noch Brownies. Mal sehen, die wollen irgendwie nicht so wie wir wollen. Ich habe sie dann einfach rausgeholt… und jetzt werde ich eine Weile Klavier spielen gehen, das wird mir hier zu voll, hehe.
Wir sehen uns dann nächste Woche! Einen wunderschönen Abend!!!

Liebe Grüße!

14.4.13 18:04


I'm walking on sunshine

Also erst mal muss ich noch was zu letzter Woche hinzufügen. Es ist nicht wirklich wichtig, aber irgendwie konnte ich die ganze Woche nicht aufhören daran zu denken und jetzt MUSS ich es einfach loswerden.
Also gut, samstags gibt es bei uns ja immer das britische Frühstück mit Rührei, Speck und Würsten, auch die eckigen. Diesen Samstag eben auch. Und da ich eben in der Küche war, habe ich für Phil den Speck anbraten sollen. Die kleine Leonie dachte sich dann, jap, das bekommen wir schon hin. So schwer kann das ja nicht sein. Ich musste eh nur den Speck in die Pfanne hauen, ein bisschen an brutzeln und dann in eine Glas Form legen für den Ofen. Phil hatte alles schon vorbereitet, das war dann doch ganz schön. Also haue ich da den ersten Speckstreifen rein und dann den zweiten. Was aber irgendwie nicht bedacht wurde, war, dass die Gasflamme zu hoch eingestellt war. Also hat das Öl schon echt ganz schön gespritzt. So arg, dass  eben richtige Massen aus der Pfanne gehüpft sind und plötzlich stand die ganze Pfanne in Flammen. Ich bin dann nur zurückgetreten und habe: „Oh!“ gesagt. Phil hat das natürlich gesehen, da er ja neben mir stand und die Rühreier zubereitet hat. Und auch sein Kommentar war nur ein: „Oh!“. Er war dann so schlau und hat das Ding von der Flamme genommen. Dann standen wir beide da und er meinte nur: „So was habe ich auch noch nicht gesehen!“. Da mussten wir dann doch ein bisschen lachen. Man, das war aber auch cool. Ich habe mich wie ein Chefkoch gefühlt. Mal von der Tatsache abgesehen, dass das völlig ungeplant war und natürlich auch flambierter Speck so eine Sache ist…

Gut und jetzt zu dieser Woche. Workshop Break. Die war mal echt richtig schön. Wir hatten für eine Weile nur 2 Residents und konnten mit Phil dann am Dienstag auch schön weg fahren. Wir sind zur Rückseite des „Ben Ledi“ gefahren, waren da für eine Stunde wandern und sind dann den gleichen Weg wieder zurück. Das war so superschön. Man hat wirklich mal nichts gehört außer Natur. Die Berge um einen rum, Loch Katrina neben sich und schönes Wetter haben den Tag echt wunderschön gemacht. Luise und ich waren uns dann einig, dass das Rohan sein muss, das Land der Pferdeherren aus „Der Herr der Ringe“. Die vielen kleinen Hügel, dass gelbliche Gras und die vereinzelten Felsbrocken haben doch stark daran erinnert. Es war WUNDERBAR!
Das war es dann leider auch mit Ausflügen, aber immerhin hatten wir zwei Ausflüge in einer Woche, das ist doppelt so viel wie die 7 Monate davor. Aber das war auch gar nicht so schlimm, da das Wetter Gott sei Dank richtig schön wurde und wir viele Ausflüge zum Fluss machen konnten und dort das schöne Wetter genießen konnten.
So sehr ich Regen auch mag, das schöne Wetter ist doch eine Freude. Der Weg zum Fluss ist nicht matschig was bedeutet, dass man sich keine Sorgen um das Schuhwerk machen muss oder die Hosen der Residents, die eine interessante Art zu gehen haben, denn meistens ist die Hose dreckiger als die Schuhe.

Also wie schon gesagt, wir hatten schönes Wetter. Wir saßen dann auch die meiste Zeit entweder am Fluss oder draußen im Courtyard. Dort gibt es nämlich eine Bank, auf die sich 3 Leute quetschen können und einen Stuhl, auf den eben nur einer passt. Luise, Nelly und ich saßen dann meistens mit unserer Autistin draußen, haben eine Tasse Tee getrunken und eine Banane gegessen. Ach ja, wir haben auch eine Menge Zeit in der Bakery verbracht.
Zsolt hat nämlich nächste Woche Urlaub. Also hat er gesagt er wird in der Workshop Break arbeiten. Da wir dann auch keine Residents haben, hat er wirklich mal Zeit seinen Workshop zu putzen. Das letzte Mal ist nämlich schon 5 Jahr her. Und die Bakery hatte es dringend nötig. Wir hatten ihm unsere Hilfe zwar schon vorher angeboten, die er abgelehnt hat, aber irgendwann kam er dann doch zu uns und hat gefragt, ob wir ihm helfen wollen.
Nelly und ich waren dann mit unserem Nesthäkchen in der Bakery, haben Brot verpackt und dann Ofen und Schränke geputzt. Als Dank haben wir dann Eiscreme bekommen. Davor hatten wir noch über Dinge gesprochen wie: kann Eiscreme schimmeln (so ähnlich… das nennt man Gefrierbrand)? Und können Männer Brustkrebs bekommen (ja können sie!)?
Tja, das Schöne war, dass die Eiscreme, die Zsolt uns gegeben hat, Gefrierbrand hatte. Wir haben sie dann einmal angerührt und dann nicht mehr. Das war schon etwas schade, aber was will man machen?
Am Freitag haben wir dann zusammen mit unseren zwei weiblichen Residents (meine ist ja daheim) Brownie-Muffins gemacht. Das klingt zwar toll, schmeckt aber eklig. Erstens ist der Teig nicht wirklich für Muffins geeignet, zweitens wollte Nelly die Minimuffinförmchen benutzen, die wir beim aufräumen gefunden haben und das ging leider voll in die Hose, da sie nun steinhart sind und man das Papier nicht mehr wirklich abbekommt und ich vor lauter Frustration darüber schon ein halbes Papier mit gegessen habe. Das war gar nicht mal so übel.
Naja, die großen Muffins sind zwar hart, aber irgendwie haben sie was. Hehe, essen kann man sie auf jeden Fall.
Sonst… hm, ja. Es ist wirklich nicht so viel passiert. Wir haben uns größtenteils eine schöne Zeit gemacht und auch abends zusammen gesessen und mal wieder richtig Spaß gehabt. Nelly und ich haben Armdrücken gemacht, da wir beide davon überzeugt waren der schwächerer zu sein. Tja, ICH HAB GEWONNEN! WUHUUUUUUU… das war schon mal was Schönes.
Ach genau, dazu auch noch etwas. Ich habe ja meine Kamera dabei. Beim spazieren gehen hatten wir schon echt Spaß, da Luise und ich auf „Barbara Streisand“ einen eigenen „Tanz“ kreiert haben und am Fluss rumgetanzt haben wie die Bekloppten und sind auf die Super-Idee gekommen das nochmal zu machen, mit Masken, dass es nicht mehr so peinlich ist und vielleicht veranstalten wir sogar einen Harlem-Shake. Das wäre ja auch schon eine ganz nette Idee.  Wie dem auch sei, das Armdrücken haben wir jetzt ganz schön eben auch aufgenommen.
An diesem Abend ist uns auch die Idee gekommen, endlich mal mit joggen und Muskeltraining anzufangen. Das haben wir dann auch schön am Samstagabend gemacht. Nach der Arbeit waren wir am Fluss, haben da ein paar Übungen gemacht und sind dann wieder zurück um Muffins zu essen. Ne, ernsthaft, das war so toll, da Luise schon eher was drauf hat und Nelly und ich einfach mal nur aus Blubber bestehen. Wir hatten dann auch unseren Spaß mit unserem „personal Trainer“. Mal sehen wie das so weiter verläuft.

Zum Ende möchte ich noch kurz sagen, dass dieser Blog eben etwas früher drauf ist, da ich jetzt nach Edinburgh fahre um Sebb zu besuchen. Anrufe etc. gibt es dann leider nicht, da ich bei ihm auch übernachte und erst am Montag gegen 12 Uhr zurückkomme. Ich werde den Sonntag dann eben das nächste Mal mit einbeziehen, falls erwünscht.
Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Sonntag und eine superduper Woche!  Bis dahin sage ich nur: „Hummel Hummel, Mors Mors!“

Euer Kapitän Weo the wion

PS: Die Workshops gehen weiter und ich sehe meine Day-Students wieder! JIPPIIIIIE! Booooooob, hehe.

7.4.13 10:26


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